Citizen Art Days • Bürger machen Kunst
Kooperative Kunststrategien vom 19. bis 26. Februar in Berlin
Wie können Bürger öffentlichen Lebensraum kreativ mitgestalten? Dieser Frage widmen sich die Citizen Art Days, die erstmals vom 19. bis 26. Februar 2012 in Berlin stattfinden. Interessierte Bürger haben die Möglichkeit, zusammen mit Künstler/innen und städtischen Akteuren künstlerische Strategien zu erproben.
Das Projekt findet sowohl im Raum der Stadt als auch im Freien Museum Berlin unter Leitung der Künstlergruppe „Parallele Welten” (Stefan Krüskemper, María Linares und Kerstin Polzin) statt. Zum Programm gehören Abend- und Wochenworkshops, Vorträge, Diskussionen und Stadterkundungen rund um die Themen Ökonomie, Nachhaltigkeit und Miteinander im öffentlichen Raum von Berlin.
Dazu gehört auch ein »Earth Forum« der englischen Künstlerin Shelley Sacks (siehe Oya 9), der jüngsten Schülerin von Joseph Beuys, dem Begründer des Begriffs »Soziale Plastik«. Das Earth Forum ist ein stimulierender Weg, in kleinen Gruppen zu erarbeiten, wie wir auf diesem Planeten zusammenleben können –ein Prozess kreativer Imagination, der es erlaubt, über den Austausch von Meinungen, Streitereien und Debatten hinauszugehen. Vielmehr geht es um zwei wichtige Fähigkeiten: die Fähigkeit, sich etwas vorzustellen und die Fähigkeit, aktiv zuzuhören. Innerhalb der Citizen Art Days finden neun zweistündige Earth-Foren statt, vom 20. bis 24. Februar jeweils von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr im Freien Museum Berlin.
Die Citizen Art Days verstehen öffentlichen Raum als Ort des Miteinanders, an dem soziale Kommunikation und Demokratie gelebt und gestaltet werden. Gleichzeitig driften Lebenswelten – gerade in Berlin – zunehmend auseinander. Das Projekt möchte einen Diskurs anregen und den Teilnehmern eine Anreiz bieten, nachhaltige urbane Entwicklungen mit künstlerischen Aktivitäten selbst kreativ mitzuformen.
Angeleitetet werden die einzelnen Veranstaltungen von Künstlern und Künstlergruppen, darunter die spanische Gruppe Platoniq, Dellbrügge & de Moll. Bereichern werden das Programm auch Personen, die nicht explizit aus dem künstlerischen Bereich kommen, sondern sich aus anderen Perspektiven kreativ mit der Frage nach einem sinnvollen, nachhaltigen Leben auseinandersetzen, so etwa der Volkswirtschaftler und Professor an der Universität Oldenburg, Niko Paech (siehe Oya 7)
Alle Veranstaltungen sind kostenlos.
Weitere Informationen unter: www.CitizenArtDays.de
Zeit: 19. bis 26. Februar 2012
Ort: Öffentlicher Raum und Freies Museum Berlin, Potsdamer Str. 91, HH 1. OG, 10785 Berlin
Auftakt: Sonntag, 19. Februar 2012, 17.00 Uhr, im Freien Museum Berlin
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