Warum das Elektroauto sterben musste
Film über ein visionäres Gefährt ist online verfügbar
Die Wirklichkeit toppt alle Verschwörungstheorien. Eine newslichter-Leserin machte mich auf diese Geschichte aufmerksam: Vor zehn Jahren waren Mel Gibson und Tom Hanks begeisterte Fahrer des “EV1″: einem Designerauto mit Elektromotor. Sie waren leise und schnell, verursachten keine Abgase und fuhren ohne Benzin. Der Film “Warum das Elekroauto sterben musste” dokumentiert, warum die innovative Technik wieder verschwand und welche Rolle dabei die Ölindustrie, die Autofirmen und die Politik spielte.
Der Smog von Los Angeles ist weltberühmt: “Kalifornien hat die schlechteste Luftqualität der Nation”. Darum erließ der Sonnenstaat 1990 eine Verordnung zur Einführung von Elektroautos, nachdem GM mit dem marktfähigen Modell EV1 die Machbarkeit bewiesen hatte. Bis 2003 sollten 10 Prozent aller in Kalifornien verkauften Autos emissionsfrei sein. Aber daraus wurde nichts… Die wie eine Mischung aus Krimi und EV1-Werbespot inszenierte Doku zeigt, wer davon profitierte, dass das E-Auto wieder verschwand. Sie entlarvt, wie Hersteller Anti-Marketing betrieben, die Öl-Multis bessere Batterien vereitelten und die Bush-Regierung Kalifornien unter Druck setzte.
Auch heute können wir Industrie und Autohersteller beeinflussen, indem wir Elektroautos immer mehr nachfragen. In den USA hat sich aus der damaligen Widerstandsbewegung die Initiative “Plugin america” gebildet, die den Einsatz von alternative Energien fördert.
Anfang des Jahres wurde der aktuelle Film von Regisseur Chris Paine, Revenge of the Electric Car, fertiggestellt.
Quelle: newslichter.de
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