Wie radioaktiv ist meine Bank?
Bankwechselkampagne der Umweltorganisation urgewald
Sie essen BIO. Ihr Strom ist ÖKO. Warum ist dann Ihr Bankkonto radioaktiv?
In einer neuen Verbraucherbroschüre hat die Umweltorganisation urgewald die Finanzdienstleistungen elf deutscher Banken für die internationale Atomindustrie untersucht: von der Kreditvergabe bis zur Ausgabe und dem Besitz von Anleihen und Aktien.
Während die Banken gerne und umfassend über ihr Engagement bei den Erneuerbaren reden, schweigen sie sich aus zu ihrer Finanzierung für die Atomindustrie. Gemeinsam mit internationalen Umweltorganisationen wählte urgewald 80 der weltweit wichtigsten Atomunternehmen aus und ließ untersuchen, welche Banken diesen Konzernen Geld geben. Die Ergebnisse für die deutschen Banken liegen nun erstmals gesammelt vor. Platz Eins belegt die Deutsche Bank, die zwischen 2000 und 2009 die Atomindustrie mit 7,8 Mrd. Euro unterstützt hat. Ihr folgen die Commerzbank mit 3,9 Mrd. Euro und die UniCredit/Hypovereinsbank mit 2,3 Mrd. Euro Unterstützung. Ebenso zählt der japanische Atomkonzern Tokyo Electric Power, Betreiber der Atomreaktoren in Fukushima, zu den Kunden der Deutschen Bank.
Neben der ‚Negativrecherche' hat urgewald auch Informationen zu GLS Bank, Triodos Bank, Umwelt- und Ethikbank zusammengestellt. Diese vier Banken schließen Atomfinanzierungen explizit aus. Denn nicht nur mit der Wahl des Stromanbieters, auch mit der Wahl seines Finanzinstituts kann man heute der Atomkraft ganz persönlich den Rücken kehren.
Die Broschüre kann über die Webseite oder auf Anfrage bestellt werden.
Es gibt auch eine Vorlage für einen „Wechseldrohbrief“, den Kontoinhaber für ihre jeweilige Bank anpassen können.
Weitere Informationen:
Heffa Schücking, urgewald, 0160-96761436, heffa@urgewald.de
Regine Richter, urgewald, 030-28482270, regine@urgewald.de
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