Eine neue kulturkreative Zeitschrift
Die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift Oya ist soeben erschienen. Nun arbeiten wir daran, auch die Internetseite entsprechend auszubauen. Als Übergang gibt es hier schon mal einen Vorgeschmack mit PDF-Downloads einzelner Artikel und Videos zu zwei Gesprächen, die in Oya 1 in gekürzter Form wiedergegeben sind.
Achtung: Aufgrund eines technischen Fehlers wurden die Bestellungen der kostenlosen Probehefte in den letzten Tagen nicht vollständig an unsere Verwaltung übermittelt.
Daher bitten wir, alle, die nicht binnen 5 Tagen ihr Probeheft geliefert bekommen, die Bestellung nocheinmal zu wiederholen.
Der Titel unserer ersten Ausgabe lautet „Wovon wir alle leben. Allmende, Gemeingüter, Commons“. Gemeingüter sind einerseits unsere Lebensgrundlagen, wie die Erde, die Luft und das Wasser, und andererseits gemeinschaftlich geschaffene Kulturgüter, wie Volkslieder, freie Software oder freie Enzyklopädien. Gemeingüter entstehen, wenn Menschen sie gemeinschaftlich pflegen und dazu beitragen, dass sie sich vermehren. Diese Logik der Gemeingüter hilft uns, eine wirklich nachhaltige Kultur denken und leben zu lernen.
Wer Oya noch nicht kennt: unbedingt ein Probeheft bestellen!
Wer das neue Heft schon in der Post hatte: Wir freuen uns sehr über Feedback!
Wovon wir alle leben
Wie uns Gemeingüter zu einem neuen Gesellschaftsvertrag führen
Gemeingüter sind das, wovon wir alle leben. Oft bemerken wir sie erst, wenn sie schwinden, wenn das Wasser versiegt, das Klima kollabiert oder uns der Zugang zu Wissen verwehrt bleibt. Weltweit setzen sich soziale Bewegungen für den Schutz von Gemeingütern ein. Der bewusste Umgang mit den Gemeingütern kann das Gesicht der Welt verändern.
Es gibt keine Trennung
Plädoyer für eine »Politik des Lebens«
Wenn über ökologische Krisen gesprochen wird, geht es am Ende meist nur um die Rettung des Menschen. Der Philosoph und Biologe Andreas Weber zeigt, dass Freiheit von kurzer Dauer ist, wenn sie nicht der Verbundenheit mit dem mehr-als-menschlichen Leben entspringt. Die Idee der Gemeingüter, ein von allen geteiltes Leben, fordert uns heraus, das Paradox von Freiheit und Verbundenheit zu integrieren und endlich wahrhaft soziale Wesen zu werden.
Copyleft
Wie sich die Welt an einem Freiheits-Virus infizierte
Freude und Wissen sind Gemeingüter, die sich vermehren, wenn wir sie teilen. Die Geschichte der freien Software zeigt, dass großer Reichtum entstehen kann, ohne dass Geld im Spiel ist. Dabei wurde aus »Copyright« »Copyleft«: Man stellt das Produkt seiner Kreativität frei zur Verfügung. Andere können es nutzen oder weiterentwickeln. Lässt sich das Prinzip des freiwilligen Beitragens auf alle Bereiche der Wirtschaft ausdehnen?
Allmende revisited
Eine »große Erzählung« findet wieder Gehör
Neben ihren Ackerfluren nutzten mittelalterliche Bauern gemeinschaftlich Allmenden: Wälder und Weiden, Wege und Brunnen. Genaue Spielregeln stellten sicher, dass diese Ressourcen für die Allgemeinheit erhalten blieben. Die Geschichte der Allmende und ihre zunehmende Einhegung durch die Mächtigen ist eine der »großen Erzählungen« der Gegenwart. Wir müssen sie weitererzählen, wenn wir das Land neu verstehen lernen wollen.