Beitrag vom 22.01.2012

Visionäres im Rundfunk

 Heute wurde in der Reihe »Der Talk« auf NDR Info ein Interview mit Ervin Laszlo ausgestrahlt, einem großen Vordenker und Impulsgeber, der zu den drängenden Problemen unserer Zeit und zu allen in Oya behandelten Themen Wesentliches beizutragen hat. Er war übrigens auch der erste Denker, der Oya seine Vision schenkte.
Als Zukunftsforscher, Systemtheoretiker und Philosoph machte er sich einen Namen, doch begonnen hatte er als Pianist. Das Klavierspiel, so schrieb er in einem Statement in Oya 11, vermittle ihm nach wie vor ein Gefühl »absoluter Sinnhaftigkeit«, denn dann sei alles »genau so, wie es sein muss, und kann auch nicht anders sein, als es ist.« Als junger Pianist hat ihn die Frage, was die Aufgabe des Menschen sei, dazu gebracht, sich mit Naturwissenschaft zu beschäftigen – seitdem sucht er nach Wirklichkeit und hat verschiedene Disziplinen maßgeblich mitgeprägt. 
Inspirierend an dem Gespräch fand ich vor allem den ermutigenden Grundton und die Zuversicht, mit der Ervin Laszlo – der in den bald achtzig Jahren seines Lebens Systeme nicht nur erforschte, sondern auch kommen und gehen sah – darauf vertraut, dass der kritische Punkt, an dem tiefgreifender Wandel erst möglich wird, bald erreicht sei.
Die Essenz seines Ansatzes, so erzählte er in dem Interview, lasse sich auf die Aussprüche zweier anderer Vordenker herunterbrechen: »Sei selbst der Wandel, den du in der Welt sehen willst« (Ghandi) und »Wir können die Probleme der Welt nicht mit den Denkmustern lösen, die zu ihnen geführt haben« (Einstein).

Das Gespräch ist hier als Audio-Stream und Download verfügbar.

geschrieben von Matthias Fersterer
am 22.01.2012


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