Beitrag vom 30.11.2011

Schöne Oya-Tage in München und Stuttgart am 28. und 29. November

Die beiden Oya-Tage in München und Stuttgart haben jeweils einen Kreis spannender Menschen zusammengebracht. In München fanden gut 30 Oya-Leserinnen und -Leser, einige AutorInnen sowie Lara Mallien und Johannes Heimrath vom Oya-Team in der Alten Scheune des Stemmerhofs zusammen. In der Anfangs-Runde erzählten sie sich reihum von ihren Projekten und Anliegen. Manchen waren bereits seit den Zeiten der Friedensbewegung und der ersten Anti-AKW-Bewegung gesellschaftlich engagiert und konnten Beeindruckendes bewegen und tun es noch, und manche jüngere beginnen jetzt, mutig neue Schritte zu gehen, rufen zum Beispiel eine Vernetzungs-Aktion in einem Stadtteil ins Leben, ziehen aufs Land und bauen einen Hof für alte Haustierrassen auf oder steigen aus einem gut bezahlten Job aus, um sich für eine regionale Wirtschaftsgemeinschaft zu engagieren. Über jede und jeden in der Runde ließe sich sofort ein Oya-Artikel schreiben, und einige Artikelprojekte haben sich aus dem Treffen tatsächlich auch schon ergeben. Obwohl alle so aktiv sind, äußerten sie in der Runde immer wieder das Gefühl, die vielen Bewegungen hin zu einer lebensfördernden Kultur seien noch viel zu zersplittert und diffus, man wisse zu wenig voneinander oder sei zu wenig koordiniert. Dass Oya bei der Vernetzung noch stärkere Unterstützung leisten muss als bisher, ist uns schon seit längerem bewusst. Wir arbeiten daran, in die Linkliste der (r)evolutionären Projekte auch lokale Initiativen thematisch gegliedert aufzunehmen und das Ganze besser zugänglich zu machen.

Auch auf dem Oya-Tag in Stuttgart wurde dieses Bedürfnis deutlich, und so war es eine erfreuliche Überraschung, dass zwei Teilnehmerinnen aus dem gleichen Ort kamen, ohne sich vorher gekannt zu haben. Weil wir in Stuttgart nicht so viele Kontakte haben, kamen nur halb so viele Menschen und dazu Oya-Redakteur Wolfram Nolte und Autorin Susanne Fischer-Rizzi. Das ermöglichte einen intensiveren Austausch in der Runde, in der deutlich wurde, dass fast alle, die gekommen waren, an einem Scheideweg in ihrem Leben stehen: Der Entscheidung, ihrer Intution zu folgen, in Zukunft nicht mehr durch äußere Zwänge bedingt zu arbeiten, sondern das zu tun, was sie wirklich wirklich wollen und jetzt zu dieser Zeit ein sinnvoller Beitrag zum Ganzen ist. Wie intensiv sich die Einzelnen in diesen Prozess hineingeben und davon erzählen konnten, war für uns eine ermutigende Erfahrung. Es ist nicht einfach, eine solche Neufindung weitgehend auf sich gestellt durchzustehen, und so war der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation für alle sehr bereichernd.

Im Jahr 2012 wollen wir die begonnene Tradition der Oya-Tage fortsetzen und eine neue beginnen, nämlich Oya-Lounges auf Konferenzen und Festivals: ein gemütliches Sofa, an dem man Oya-Redaktionsmitglieder und/oder Oya-Autorinnen und Autoren auf einer Veranstaltung treffen kann. Die nächsten Oya-Tage finden am 24. Februar in Hannover und am 25. Februar in Göttingen statt, die nächste Oya-Lounge ist am 21. Januar auf dem FairCamp in Berlin.

Lara Mallien

geschrieben von Lara Mallien
am 30.11.2011


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