Beitrag vom 28.10.2011

Aus der Geschichte lernen

Ein lesenswerter Artikel über die frischen Protestformen, die von den Okkupisten an der Wall-Street momentan eingeübt werden, fand sich am vergangenen Wochenende im Feuilleton der Süddeutschen und ist jetzt hier online verfügbar. Im Besonderen geht es dabei um die Rolle des anarchistischen Uni-Professors David Graeber, der offenbar maßgeblich an der Einführung der neuen Widerstands- und Direktdemokratie-Praktiken teilhatte, ohne sich indes als »Anführer« in den Vordergrund zu drängen. (Eben so, wie es sich für einen echten Anarchisten anschickt!)


Die Oya-Redaktion arbeitet gerade fieberhaft an der Fertigstellung der neuen Ausgabe, die einen »unscharfen« Blick auf das »große Ganze« zu werfen versucht. In einem Essay über die Notwendigkeit der Vollendung der Aufklärung in spiritueller Hinsicht schreibt Gandalf Lipinski in dieser neuen Nummer 11 unter anderem über die riesige Lebensreform-Bewegung, die sich um die vorletzte Jahrhundertwende anschickte, Industriekultur und Kapitalismus zu überwinden, dann jedoch von der nationalsozialistischen Ideologie verschluckt und pervertiert wurde. Die Lebensreform-Bewegung hatte sich nicht rechtzeitig von den völkischen Einflüssen abzugrenzen gewusst.


In dem oben angepriesenen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung heißt es am Schluss, dass die hoffnungsvolle Occupy-Bewegung sich bewusst keinem politischen Flügel verwehrt, und dass deshalb die US-amerikanische Nazi-Szene sich bereits anschickt, sie zu unterwandern …
 

geschrieben von Jochen Schilk
am 28.10.2011


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