Beitrag vom 10.06.2011
Oya-Autor Niko Paech in der Süddeutschen
In Oya 7 schrieb der Dozent für Produktion und Umwelt an der Uni Oldenburg, Niko Paech, einen wirklich lesenwerten Beitrag zur »Wachstumsdämmerung«. Darin zeigte er auf, dass Grüne Technologie und grünes Wachstum weder die Ökosphäre noch unsere »Bequemokratie« retten werden. Die Zukunft liege jenseits des Wachstumsdiktats in einer auf Genügsamkeit und Selbstversorgung basierenden Postwachstumsökonomie.
Auch in dem Artikel, den er diese Woche im Rahmen der SZ-Serie »Die grüne Frage« veröffentlichen konnte, widmet Paech sich dem Widerspruch zwischen der Notwendigkeit der Schrumpfung und dem ungebrochenen Wachstums- und Mobilitätswahnsinn. Wirklich nachhaltige Lebensstile seien »ohne hinreichende Sesshaftigkeit und graduelle Abkehr von weiträumiger Fremdversorgung schlichtweg undenkbar.« Besonders schießt der Autor sich in seinem Text auf die Mitglieder jenes »Nachhaltigkeitsklerus'« ein, der von globaler Ökokonferenz zu Ökokonferenz jettet und dabei buchstäblich nix als die berühmte heiße Luft produziert.
geschrieben von Jochen Schilk
am 10.06.2011
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von Walter Wesinger (walter.wesinger@web.de) am 16.06.2011
«Herr Paech hat recht mit dem, was er sagt. Mir fallen zu dem kurzen Text von Hr. Schik zwei Gedanken ein: 1. Es ist wichtig zu erkennen, welche Rolle unser Zinsgeldsystem spielt, wenn es um Wachstumsfragen geht und welche Perspektiven sich eröffnen, wenn zinsfreies Geld als echtes Tauschmittel dem Menschen dient. 2. Ich glaube, dass viele Menschen, deren materielle Grundversorgung erreicht ist, sich nach einem Wachstum jenseits des Materiellen sehnen. Walter Wesinger www.waldah.de»