Beitrag vom 16.04.2011

Ein Traum

Heute Nacht habe ich es geträumt, das Ende der Atomkraft. Es war die größte Demo, die Deutschland je gesehen hat. Es war angekündigt, dass Angela Merkel dort das Ende der Atomkraft verkünden würde. Alle Menschen waren mit einer schwarzen Trauerbinde am Arm gekommen. Doch es war eine sehr fröhliche Trauergemeinde. Die Idee war, ein Begräbnis als Zeichen der Endgültigkeit des Ablebens und als ironischen Abgesang dieser Technik zu feiern. Wahrscheinlich hat noch nie eine Rede von Merkel soviel Begeisterung ausgelöst wie diese. Wenn ich mich in der Trauergemeinde umsah, war sie ein glatter Querschnitt durch unsere gesamte Gesellschaft. Da erinnerte ich mich an meine erste Anti-Atom Demo von 1976 vor dem Brokdorfer Zaun, alle Demonstranten waren vermummt und martialisch für diesen Kampf mit der Polizei gerüstet. Und jetzt dieses Volksfest.
Ein naiver nächtlicher Traum von mir, fürwar. Doch seit Fukushima will er in die Wirklichkeit. Träume, auch Albträume können wahr werden. Wir erleben es heute täglich: Früher (bis vor einem Monat) waren wir als Atomgegner naive Träumer, jetzt wetteifern alle darum, wer diesen Traum am schnellsten umzusetzen kann ...

geschrieben von Dieter Halbach
am 16.04.2011

1 Kommentar

von Betrachter am 28.04.2011

«"Wir erleben es heute täglich: Früher (bis vor einem Monat) waren wir als Atomgegner naive Träumer, jetzt wetteifern alle darum, wer diesen Traum am schnellsten umzusetzen kann ..." Nicht böse gemeint: Aber schaut euch die Zahlen an. Anti-atomkraft so schnell wie möglich? Immer noch Traum. Windenergie und Sonnenenergie. Richtig viel MW. Schön und gut aber wie viel % werden wirklich genutzt? Wind 7 Solar 2 oder 3? Zumal was nutzen uns Windparks im Meer wenn der Strom in den Süden muss? Keiner möchte Freileitungsmasten haben. Niemand möchte im Schatten von Windkrafträdern leben. Von Biogasanlagen kaum zu reden. Wo wollen wir Pumpspeicherkraftwerke hochziehen? Kohle wollt ihr auch nicht ... Entwickelt neue Technik dann habt ihr stichhaltige Grundlagen - dann können wir/ihr oder wer auch sonst das Abschaffen angehen!»


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