Beitrag vom 22.04.2017

Woche zum Buen Vivir

Gerade findet in Berlin vom 20. bis 29. April eine Veranstaltungswoche unter dem Motto »Buen vivir – gutes Leben für alle!« statt, organisiert vom Kollektiv »Fairbindung«, über das Oya im Zusammenhang mit dem Thema Solidarische Ökonomie bereits berichtet hat. Wie ein gutes Leben, das wir weder auf Kosten anderer Menschen noch der planetaren Grenzen führen, möglich werden kann, ist die zentrale unbeantwortete Frage dieser Zeit.
Die Frage nach dem »Guten Leben für alle« führt zu einem Paradigmenwechsel, der westlichen Gesellschaften enorm schwer fällt, weshalb sich viele von dem indigenen lateinamerikanischen Konzept des Buen Vivir bzw. Sumak kawsay inspirieren lassen. Es strebt nach einem erfüllten Leben der Menschen in ihrer Gemeinschaft und dem Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur.
Fairbindung hat Menschen aus Südamerika eingelanden, als prominentesten Gast Alberto Acosta, ehemaliger Minister und Präsident der verfassungsgebenden Versammlung von Ecuador sowie Mitbegründer der bekannten Yasuní-Initiative, ist die wohl prominenteste Stimme des Buen Vivir.  Am 25. April wird er abends im Wechsel mit lateinamerikanischer Musik Texte, Berichte und Geschichten vorlesen, um damit einen sinnlich-künstlerischen Diskussionsabend zu gestalten. Parallel stellen gesellschaftspolitisch aktive Gruppen, die sich mit dem Buen Vivir befassen, ihre Arbeit vor.
Es ist ermutigend, wenn das Thema des Buen Vivir auf vielen Ebenen angegangen wird. In der Veranstaltungswoche von Fairbindung geht es um Auseinandersetzung mit der Problematik der Bioökonomie ebenso wie um Tiefenökologie, um die Frage, was Solidarät bedeutet ebenso wie um globales Lernen. Ein Blick ins Programm ist lohnenswert.

Lara Mallien

geschrieben von Lara Mallien
am 22.04.2017


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