Beitrag vom 01.01.2016

Ein frohes neues Jahr! Auf gute Nachbarschaft!

Allen Oya-Leserinnen und Lesern wünschen wir alles Gute für das Jahr 2016! Die neue Ausgabe mit Artikeln über Hausbau mit Holz, Lehm und Stroh ist noch in den letzten Tagen von 2015 auf die Post gegangen und liegt hoffentlich pünktlich zum Wochenstart im Januar im Briefkasten. In diesem Heft versteckt sich in den Hausmitteilungen auf unseren Nachrichtenseiten ein Aufruf, und damit er nicht übersehen wird, veröffentlichen wir ihn hier noch einmal.

Bei der Planung unserer Themen für 2016 kam naheliegenderweise der Vorschlag auf, ein Heft zur Flüchtlingsproblematik zu machen. Ziemlich ratlos blickten wir dabei auf die Ausgabe 17 mit dem Titel »Gewalt«, erschienen im November 2012 zurück; sie enthält mehrere Beiträge zum großen Sterben im Mittelmeer, in denen wir die heutige Situation vorausgeahnt haben. Das Thema war für uns schon immer ein wichtiges. Wie könnten wir es mit seiner heutigen Dynamik als nur zweimonatlich erscheinendes Magazin sinnvoll bearbeiten?

Es entstand die Idee, das Überwinden der Gräben zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen zum Thema zu machen. Dazu laden wir unsere Leserinnen und Leser zu einem Experiment ein: Fragen Sie sich, wen Sie in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft vom Sehen her kennen und als »entfernt« von der eigenen Lebenswirklichkeit empfinden, nicht als Teil der »eigenen« Kultur. Vielleicht ist es der Pegida-Demonstrant im Haus gegenüber, vielleicht eine Mercedes-Fahrerin mit Pelzmantel, vielleicht ein aus Syrien geflüchteter Student oder eine jugendliche Smartphone-Streichlerin. Versuchen Sie, diese Person zu einem Tee oder ins Café einzuladen – und erzählen Sie dieses Erlebnis für Oya in 1000 bis 3000 Zeichen. Wir freuen uns auf Texte, die uns bis zum 15. März erreichen! In der Mai-Ausgabe werden wir eine Auswahl und im Internet die vollständige Version der Geschichten veröffentlichen.

Einsendungen an redaktion@oya-online.de

Lara Mallien

geschrieben von Lara Mallien
am 01.01.2016

1 Kommentar

von Man Dala am 15.01.2016

«Was für eine praktische und herausfordernde Idee ! Ich vermute dass in meinem ländlichen Umfeld niemand sich über meine Schwelle traut. Wir Zugezogenen werden als Ausserirdische wahrgenommen . Ich mache gern mit, denke aber dass ein langes Gespräch am Strassenrand, Bushaltestelle, Dorfkonsum etc. das möglichst machbare sein wird. Alerdings ist nichts unberechenbarer als Überraschungen.»


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