Beitrag vom 21.08.2014

Was macht eigentlich …

… der 20jährige Holländer Boyan Slat, über dessen Initiative zur Beseitigung des Plastikmülls aus den Ozeanen die Nachrichtenseiten wir in Oya 21 (siehe Textdatei unten) berichteten?

Die »Wissen«-Rubrik der Süddeutschen läßt in einem aktuellen Artikel diverse Experten zu Wort kommen, die zwar Lob für das Engagement des jungen Mannes aussprechen. Gleichzeitig äussern sie jedoch auch schwere Bedenken, was etwa die technische Durchführbarkeit oder die Effizienz von Boyans propagiertem Verfahren betrifft.

Boyan (man bemerke das »oya« in seinem Namen!) hat indes fast drei Viertel der für die Umsetzung benötigten 2 Millionen Dollar per Crowdfunding gesammelt. Zu den Vorwürfen nimmt er in der Süddeutschen wie folgt Stellung:

Boyan Slat und sein Team stimmen zu, dass noch viele Fragen offen seien. Der junge Niederländer dankt Goldstein und Martini zudem für ihre umfassende Kritik - sie werde in eine neue Version der Machbarkeitsstudie einfließen. »Da wir etwas vorhaben, das nie zuvor unternommen wurde, ist es wahrscheinlich, dass wir auf viele unerwartete Dinge stoßen«, sagt er der Süddeutschen Zeitung. Grundsätzlich halte man das Vorhaben jedoch für machbar.
Meeresforscher, die sich schon länger mit dem Problem befassen, plädieren hingegen für diametral andere Lösungen. Es geht ihnen darum, »den Wasserhahn zuzudrehen statt die Badewanne mit einem Fingerhut leeren zu wollen«, sagt Nick Mallos von der Umweltgruppe Ocean Conservancy. Solange immer mehr Plastik produziert werde und weltweit jährlich geschätzte 30 Millionen Tonnen Müll aus Flüssen, küstennahen Deponien und von Schiffen in die Ozeane gelangen, wäre ein Säuberungssystem »nur ein Pflaster, aber keine Heilung der eigentlichen Krankheit«.

boyanslat.rtf

geschrieben von Jochen Schilk
am 21.08.2014


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