Beitrag vom 16.12.2013

Aktivisten versauen PR-Aktion von Shell

In Berlin machten Aktivisten in den letzten Tagen mit einer kreativen Protest-Aktion Schlagzeilen.

Der internationale Ölkonzern Shell lud in diesem Winter in mehreren Städten Deutschlands zu einem Science Slam, bei dem es um innovative Ideen zu zukunftsweisender Energie gehen sollte. Auch am 11.12. in Berlin rechneten die Veranstalter sicherlich wieder mit ambitionierten Fortschrittsgedanken engagierter Tüftler...

Dass die Veranstaltung eine hervorragende Bühne für Gegner der Ölindustrie sein würde, war sicher nicht ausreichend bedacht worden. Während neben technisch inspirierten Beiträgen auch mehrere unterschwellig kritisierende Reden höflich von der Jury beklatscht wurden, sorgte der sechste Beitrag für Aufruhr.

Das Team um den Studenten Paul von Ribbeck ging mit folgender Idee an den Start: Ein Benzin-Auto, ausgestattet mit einem revolutionären Katalysator, der das klimaschädliche CO2 gleich an Bord aus den Abgasen filtert. Sicher ganz im Sinne des Ölkonzerns.

Einen Prototypen des Systems  hatten sie mitgebracht. Doch der rollbare Kasten hatte eigentlich eine andere Funktion. Paul von Ribbeck heißt eigentlich Jean Peters und ist kein junger Maschinenbauer sondern ein Berliner Politik-Aktivist. 

Als er und sein Partner das Gerät präsentierten und anwarfen, ratterte es, die zwei rissen den Deckel auf und eine Fontäne einer braun-schwarzen Flüssigkeit sprudelte heraus – Lebensmittelfarbe mit Wasser in Öl-Optik. Kurz darauf waren die jungen Männer und der Boden komplett besudelt und das nahe sitzende Publikum aus dem braunen Regen geflüchtet, als Peters dem Spuk ein Ende bereitete und die Darbietung mit den Sätzen "Hier kann man den Stecker ziehen. In der Arktis nicht" schloss. Aus den hinteren Reihen brandete Applaus auf und der Moderator brach den für die Veranstalter gründlich in die Hose gegangenen Abend umgehend ab.

 

 

geschrieben von Malte Cegiolka
am 16.12.2013


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