Beitrag vom 31.05.2013

Frack you!

Szene aus dem Film »Gasland« (c) Josh Fox/International WOW Company

Zur Not würde ich gerade noch über  die Schweinegrippe mit mir diskutieren lassen, aber beim »Fracking« hört für mich der Spaß wirklich auf. Wie kann jemand auf solch eine kranke Idee kommen? Das ist doch nur noch Wahnsinn und Zerstörungswut. Leute, die sich sowas ausdenken, würden dich auch für eine Goldplombe umlegen. Fracking ist ein bisschen Öl und endlose Pest. Hirnlosigkeit, Herzlosigkeit, Verantwortungslosigkeit gepaart mit absoluter Ahnungslosigkeit vom Leben und seinen Zusammenhängen. Fracking ist grotesk und pervers und gebündeltes Verbrechen.

Nicht nur das gute Bier ist dadurch gefährdet, weil das saubere Quellwasser nicht mehr garantiert ist, wie ein aufmerksamer Braumeister richtig bemerkt hat, was ein paar Medien eine Nachricht wert war. Ein Braumeister muss ja auch nicht unbedingt viel mehr über das Wasser wissen, aber wer sich für das Leben interessiert, es vielleicht sogar fühlt, der weiß, dass er selbst zu mehr als 70 Prozent, also fast drei Viertel, aus Wasser besteht, Zellwasser zum größten Teil. Und je besser das Wasser ist, was wir trinken, desto besser ist unser Zellwasser. Wasser ist der grundlegende Träger des gesamten Lebens, im Himmel wie auf Erden. Schon der BP-»Unfall« im Golf von Mexico, der auf jeden Fall eher fahrlässige Tötung war, nicht nur von dreizehn Arbeitern, sondern von einer unermesslich größeren Menge Leben – schon diese Katastrophe war ein Anschlag auf die Basis des Lebens, unseres Lebens genau wie alles anderen. Wasser ist wesentlich wichtiger als Öl. Wer soll denn die ganzen Autos über die ganzen Straßen fahren, wenn es uns nicht mehr gibt?
Einer der Gründe, dass solch abartige Projekte es in die Agenda der EU schaffen, das heißt, bis vor unsere Haustür, liegt in der Struktur unserer größtenteils abhängigen Wissenschaft, der nicht immer zu trauen ist. Niemand beißt die Hand, die ihn füttert. Diese Forscher forschen nicht mehr ergebnisoffen sondern mit einer Zielvorgabe. Die Antwort steht vor Beginn der Forschungsarbeit fest. Sowas wie Tschernobyl kann nur alle 1000 Jahre vorkommen war eine dieser Expertisen, GMO sind fein, eine andere. Auch Fracking ist risikolos, sagen sie. Das können sie nur dagen, weil sie sich mit den winzigen Details, mit den Einzelheiten, besser auskennen als mit dem großen Zusammenhang. Von der späten Erkenntnis, dass tatsächlich alles Eins ist, wird kaum geredet, so dass die meisten das immer noch für »esoterischen Blödsinn« halten, doch selbst die Wissenschaft muss das bestätigen.
Trotzdem studiert sie den Tod, indem sie vor allem Totes untersucht, vom Leben ahnt sie wenig. Wie sonst ist es möglich, dass wir heute 50 000 mal mehr Gifte kennen als vor hundert Jahren? Dass es Plutonium, den gefährlichsten Stoff von allen, wahrscheinlich im ganzen Kosmos nur bei uns gibt? Dass wir weitermachen mit der Kernspaltung, obwohl keiner weiß, wohin mit dem ganzen Dreck, der dabei entsteht? Alles Leben ist in Kreisen. Wir alle haben das ganze Zeug irgendwann in uns, schon jetzt wird viel zu viel in uns nachgewiesen, was uns krank macht. Zivilisationskrankheiten nennt man das dann – schöne Zivilisation, die uns solche Krankheiten bringt. Neusprech hat George Orwell so etwas in seinem utopischen »1984« genannt. Richtiger müsste man es Barbarei nennen. Aber die fernen Kriege führt ja auch das Verteidigungsministerium. Der vermeintliche Gewinn durch Fracking, sowieso nur für wenige, und zwar die Gleichen wie immer, ist in Wirklichkeit ein unermesslicher und unersetzlicher Verlust.
Möglicherweise sind die Kosten schon fast so hoch wie der Gewinn, aber die Schäden sind trotz aller Beschwichtigungen unabsehbar. Fracking kommt von Frakturieren, Zerbrechen, Spalten, in seine Einzelteile zerlegen. Darum geht es. Die Öl und Gas enthaltenden Gesteinsschichten sollen durch mit hohem Druck in sie gepumptes, mit giftigen Chemikalien versetztes Wasser in kleine Brocken zertrümmert werden, damit die Chemikalien ihr Gestein und Brennstoff trennendes Werk leichter tun können. Wenn mir das jemand vorgeschlagen hätte, würde ich zum Telefon gegriffen haben, damit sie ihn schnell in die Klapse bringen. Und wenn er dann noch behauptet hätte, dass Gas, Öl und Wasser sich da unten nicht mischen, dann würde ich ihn knebeln oder aufs Maul hauen, weil ich mir totalen Blödsinn nicht anhören muss. Auf Youtube gibt es Videos aus Gegenden, in denen Fracking betrieben wird, da sieht man, wie das Trinkwasser aus dem Hahn lichterloh brennt, sobald man mit einer Flamme in die Nähe kommt.
Und damit sind wir beim zweiten großen Problemkreis angelangt, der simplen Tatsache, dass Konzerne, sogenannte Körperschaften, alles tun dürfen, was Ihnen einfällt. Als das juristische Konstrukt Körperschaft geschaffen wurde, war es ein Zusammenschluss von Interessierten, der ein sehr konkretes Projekt gemeinsam angehen wollte. Und wenn diese das geschafft hatten, endete die Existenz der Körperschaft. Sonst durften sie gar nichts. Verstöße wurden sehr streng geahndet und konnten jederzeit zur Auflösung der Corporation führen.
Erst als in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts ein sicherlich gut bezahlter Richter, ich glaube, in Delaware, das juristische Konstrukt zur Person ernannte, zu einer »juristischen Person«, die selbstverständlich Anspruch auf die Menschenrechte hatte, ist die Macht der Konzerne grenzenlos geworden. Sie genießen alle Menschenrechte, also nennen sich haushohe Werbetafeln, die ganze Landstriche verschandeln Recht auf freie Meinungsäußerung, und eine Coca Cola-Niederlassung kann auch niemand mehr in seinem Land einfach verbieten wegen des Menschenrechts auf Freizügigkeit. Dass all diese Konzerne keinerlei Ethik oder Moral kennen und für den Profit schamlos lügen und betrügen, hat niemals ernsthafte Konsequenzen, denn Schuld ist ja eine juristische Person. Die können sie weder einsperren noch aufhängen. Und wenn die dann, um nur ein Beispiel zu nennen, auch noch entscheidet, dem austretenden Öl nochmal genau so viel Gift hinterher zu kippen, kann oder will das auch niemand verhindern.
Ohne die Gewöhnung an diesen Wahnsinn, hätte wohl kein Mensch je den Mut gehabt, oder es gewagt, seinem Hass die Gedakenfreiheit zu geben, solch ein in unvorstellbarem Maße gewalttätiges Projekt auch nur zu Ende zu denken.
Staub bist du und zu Staub sollst du werden – diese Worte beschreiben recht realistisch unsere Situation: Wir sind ein Teil der Erde, und allein deshalb ist es ignorant, sie als Ding zu betrachten und nicht als Organismus. Wie könnte ein Ding Leben hervorbringen?
Darum ist Fracking weit mehr als Destabilisierung des Untergrundes, Vergiftung des Grundwassers und wirtschaftlicher Pipifax, es ist eine Selbstmordphantasie auf globalem Niveau. Genau deswegen halte ich den Spruch eines US-Demonstranten auf seinem Pappschild für den treffendsten und besten Slogan: »Frack you«! Auf Deutsch: Frackt Euch selbst!

Jan Moewes

geschrieben von Jan Moewes
am 31.05.2013

15 Kommentare

von Margret Schönenberger-Miller am 01.06.2013

«Richtig-also,wie schaffen wir es,das so etwas NICHT gemacht wird ?Fracking muss auf alle Fälle verhindert werden ! Da ich leider die Erfahrung gemacht habe,das wir mit Worten nicht wirklich weit kommen.... Unterschriftenlisten ? Auf den gesunden Menschenverstand hoffen ? Die lachen uns doch nur noch aus ... Lieber Gott,mach´doch,das es niemanden mehr gibt,der solch dumme Dinge wie dieses Fracking auch nur vorschlägt !!! WAS-WAS ?!? können wir tun ? Ich selbst schätze eigentlich das Leben sehr,nur-was bleibt,wenn die Dummheit und die Macht von Konzernen gegen jede Vernunft und gegen das Leben vorgeht ? Was bleibt ? Wer genau ist für solche Massenvernichtungs-Aktionen zuständig ? Wer veranlasst so etwas ? Sind wir wirklich dermaßen ohnmächtig,das nichts getan werden kann ? Wir müssen die Menschen noch mehr informieren ,wie schlimm das ist. Und wir sollten solche Konzerne abwählen und stilllegen lassen können. Können Sie ,Herr Moewes, bitte versuchen,so etwas in die Wege zu leiten ? Haben Sie Möglichkeiten ? Wir brauchen einen Volksentscheid !!! Der unwiderruflich gilt und von dem ich ausgehe,das die Menschen richtig entscheiden,wenn pro und contra gezeigt wird. »

von Jan Moewes am 04.06.2013

«Liebe Margret, leider habe ich allein nicht mehr Möglichkeiten als Sie. Aber alle zusammen könnten wir einiges erreichen. Zum Glück begreifen das immer mehr Menschen weltweit und der Widerstand formiert sich noch globaler als der zerstörerische Wahnsinn. Die Tage dieses verbrecherischen Systems sind ohnehin gezählt, und es wäre längst unter der eigenen Last zusammengebrochen, wenn es nicht seit Jahren beinahe gewaltsam "gerettet" würde. Aber Flickwerk hat keine Stabilität, und dies System hat keine Chance mehr. Die alten Männer (und Männinen), die die Welt zerstören, werden verschwinden wie die Saurier, die auch zu groß geworden sind. Wir sind nicht am Ende, wir sind am Anfang von etwas Neuem, in dem auch der Volksentscheid kommen wird, ganz selbstverständlich.»

von Bernd Greschke am 11.06.2013

«Erster Schritt: Mitmachen: https://www.campact.de/fracking/»

von Karin Kahlbrandt am 16.06.2013

«Campact ist schon mal ein guter Ansatz, es gibt auch noch andere Organisationen, die in dieser Sache sehr aktiv sind. Wichtig für eine Verhinderung des Frackings erscheint mir ein sehr grosses und breites Bündnis. Alle Körperschaften in Bausch und Bogen zu verurteilen, halte ich deshalb nicht für zweckmässig. Wir brauchen die Mitstreiter in der Politik (da haben wir es zumindest in Deutschland leicht, denn bei uns wird demnächst gewählt und einige Partein sind dagegen) und die Einsicht in den Unternehmen (das wird schwieriger). Ein Fracking-Verbot in Deutschland dürfte zu erreichen sein, hilft aber unserem Planeten wenig. Wir brauchen schnell ein Verbot für die ganze EU, dann können wir zeigen, dass es "ohne" geht. Die EU ist zwar nicht der Nabel der Welt, ihre Stimme wird (wenn sie es denn mal schafft mit einer Stimme zu reden) aber gehört. Natürlich reicht es aber nicht zu sagen "das muss die Politik regeln", nein WIR, jeder Einzelne ist gefordert. Machen wir Fracking zu einem Thema, an dem keiner vorbei kommt. "Das hab ich nicht gewusst" soll keiner sagen können!»

von Jan Moewes am 16.06.2013

«Niemand, liebe Frau Kahlbrandt, hat alle Körperschaften in Bausch und Bogen verurteilt. Ich habe ein absurdes Gesetz verurteilt, und das sogar scharf, weil es den Konzernen ein Recht gibt, auf dass sie kein Anrecht haben, ohne das die Vielzahl der ungesühnten Verbrechen gerade der gößten Körperschaften nie hätten verübt werden können. Das ist ein ganz großer Unterschied.»

von Karin Kahlbrandt am 16.06.2013

«Lieber Herr Moewes, ich kenne mich im amerikanischen Wirtschaftsrecht nicht gut aus, aber nicht einmal in den USA dürfen Konzerne alles. Soviel ich weiss ist das Haftungsrecht in Teilen schärfer als bei uns und deutsche Konzerne fürchten sich mehr vor den US-amerikanischen Korruptionsgesetzen als vor den deutschen.Gesetzen. Ich bin mit vielen Gesetzen hüben wie drüben nicht einverstanden - ich sehe nur keine "grenzlose Macht" der Konzerne. Ich möchte die viel zu grosse Macht gern weiter einschränken, halte aber die komplette Konfrontation nicht für zielführend. Auch halte ich die Aussage "keinerlei Ethik oder Moral" für problematisch. In den Konzernen arbeiten Menschen und die möchte ich nicht als willenlose Roboter sehen und derartig beleidigen. Ich möchte die Leute lieber überzeugen und ermutigen sich gegen schlimme Entscheidungen in den Konzernen zu wehren. Wir brauchen zweifellos viele "Revolutionen" im Denken und im Tun - aber viel davon durch Überzeugung der "Gegner" und gewaltfrei. Für ein Ende der Frackingideen sehe ich hier sehr gute Chancen in Deutschland und relativ gute für die EU. Wichtig ist es, das Thema ständig in der Diskussion zu halten - Ihr Artikel ist dabei sehr hilfreich. Danke dafür!»

von Jan Moewes am 22.06.2013

«Werte Frau Kahlbrandt., ich ärgere mich nun schon seit Tagen über einen Vorwurf in Ihrem zweiten Kommentar, und um diesem Zustand ein Ende zu bereiten, bitte ich Sie herzlich, zu erklären, WO in meinem blog-Eintrag ich WEN wodurch beleidige. Aber er führt zum Kern des Problems -ihr zweiter Kommentar. Die persönliche Verantwortung in diesen Konzernen ist den Mitarbeitern, den Personen, Ihren Menschen, von der Schulter genommen durch das absurde Gesetz, um das es mir geht. Die einzige Person, die im allgemeinen in Haftung genommen wird, ist eine Erfindung, eine Worthülse: die juristische Person, ein Gedankenbild. Da gibt es immer nur eine Geldstrafe, manchmal scheinbar hoch, bis zum Milliardenbereich, aber was ist das gegen einen Gewinn in Billionenhöhe - rentabel, ganz im eigentlichen Sinne des genau dafür ausgearbeiteten Gestzes, das auch ein Raub der Menschenrechte von den nicht juristischen, sondern lebendigen und derzeit leidenden realen Personen, den Menschen, auf die sich das Gesetz schon vom Namen her eindeutig bezieht. »

von schumie am 23.06.2013

«Bin zufällig auf diese seite gekommen und herr moewes hat es ganz gut beschrieben der gedanke von magret schöneberger-miller war super so fühle ich mich dann auch immer - "was tun?" Bernd Greschke hats mir dann einfach gemacht und ich glaube auch das ist das was dann funktioniert, es den leuten so einfach wie nur möglich zu machen und auf einen link verweisen. ich habs jetzt im facebook gepostet hoffe das es was bringt. lg schumie»

von schumie am 23.06.2013

«achja hier moewes und kahlbrandt - ihr seid doch für die selbe sache, haltet euch nicht an sowas auf. nicht darüber diskutieren - handeln unterschriften sammeln und problem lösen. frau kahlbrandt bringen sie andere nicht in verlegenheit sich zu rechtfertigen... man kann sich denken wie moewes das meint. Wie sie denken ist auch nicht falsch, sogar echt interessant: "In den Konzernen arbeiten Menschen und die möchte ich nicht als willenlose Roboter sehen und derartig beleidigen" die einen nehmen es halt ernster als die anderen. Im Grunde habe ich nichts dagegen wenn man manchmal alle über einen kamm schert. Wenn man auf alles achten muss dann kommt man ja nie zu einer Lösung.... ich wünschte ich hätte halb soviel grips wie ihr zwei. aber ich weiß das ich heute gehandelt habe :D viele grüße schumie»

von Karin Kahlbrandt am 30.06.2013

«Sorry, späte Antwort, ich habe die neuen Kommentare erst jetzt gesehen. Es tut mir leid, Herr Moewes, dass ich Sie so verärgert habe. Vielleicht war ich nicht deutlich genug in meiner Aussage. Deshalb hier hoffentlich besser erklärt: "keinerlei Ethik und Moral" kann Menschen beleidigen, die in Konzernen arbeiten, die Dinge tun, mit denen diese Menschen nicht unbedingt einverstanden sind. Nicht jeder gibt sein Gewissen mit der Lohnsteuerkarte ab und denkt sich "hab ich ja nix mit zu tun, es gibt ja das tolle Gesetz mit der juristischen Person". Auf der anderen Seite ist nicht jede von diesen Personen bereit dazu, die eigene berufliche Existenz für die eigene Einstellung von eben auf jetzt aufzugeben. Da kann ein jahrelanger, manchmal jahrzehntelanger Lernprozess vor sich gehen. Ich möchte solche Personen nicht in die Rolle des Gegners bringen, sondern ihnen Mut machen sich und ihren Arbeitgeber zu verändern. Man merkt es vielleicht: ich rede von konkreten Menschen in einem konkreten Konzern, kann das aber nicht genauer schreiben, da ich sonst Vertrauen missbrauchen würde. Ich wollte Ihnen, Herr Moewes, keine absichtliche Beleidigung solcher Personen unterstellen - es war aber jemand beleidigt und dem habe ich Gehör verschaffen wollen. Danke an schumie für den Kommentar! Vielleicht hätte ich keine Kritik an Herrn Moewes äussern sollen - wenn ich gewusst hätte, dass das so ein Aufreger wird, hätte ich es nicht getan. Ich bin quasi "harmlos" in die Diskussion gegangen, weil ich mich mit der Verhinderung von Fracking schon länger beschäftige und dabei möglichst viele Menschen überzeugen möchte (auch die, deren Arbeitgeber fracken möchten). Und auch wenn das im Moment "vom Tisch" scheint: die Diskussion wird auch in Deutschland wieder losgehen - vielleicht nicht sofort nach der Bundestagswahl, aber doch in absehbarer Zeit. Also müssen wir alle dran bleiben, jeder auf seine Art!»

von Karin Kahlbrandt am 30.06.2013

«...und um mal von "Verärgerungen" zurück zum Thema Fracking zu kommen (Ihrem Spruch "Selbstmordphantasie auf globalem Niveau" stimme ich ausdrücklich zu, Herr Moewes, darum geht es!): den Befürwortern oder meinungslosen Mitmenschen empfehle ich gern den Artikel "Algebra fürs Klima" von Bill McKibben in der OYA 16/2012. Da geht es nicht nur ums Fracken, sondern ums Ganze - sehr verständlich geschrieben. Wer das gelesen hat und noch fracken will, ist mit Argumenten wohl nicht mehr zu erreichen.»

von Jan Moewes am 01.07.2013

«Ist ja alles in Ordnung, Frau Kahlbrandt, aber ich habe nicht von den Menschen gesprochen, sondern von den Konzernen. Die kennen als juristische Konstruktion tatsächlich weder Ethik noch Moral. Und leider sind es nicht die Menschen, die in den Konzernen arbeiten, die die Politik derselben bestimmen, sondern die Aktionäre, die im allgemeinen vor allem den Profrit im Sinn haben. Wie wäre es sonst möglich, dass von den Ökologistebn verlangt wird, Bewise für die Giftigkeit der Pflanzen"schutz"mittel zu erbringen, während es doch viel einleuchtender wäre, dass z.B. Bayer beweisen müsste, dass nicht ihr Gift die Bienen ausrottet. Mir ist völlig klar, dass nicht die Pförtnerinnen, Buchhalterinnen und Stenotopistinnen Bhopal oder die Ölpest im Golf von Mexiko auf dem Gewissen haben, aber ebenso klar ist mir, dass die Schuldigen gar kein Gewissen haben. Allerdings glaube ich auch nicht, dass die Lieblingsausrede der Deutschen, "Ich tue doch hier nur meine Pflicht", sie wirklich von einer Mitverantwortung befreit. Das dürfen sie gerne ihren sich beleidigt fühlendenen Bekannten ausrichten. Ich hoffe, damit ist zwischen uns wieder Frieden eingekehrt. »

von Jan Moewes am 15.07.2013

«Ich habe gerade in der Post von attac folgende Nachricht und zwei Angebote erhalten, das zweite ist die Teilnahme an einer weiteren Petition mit einem breiteren Hintergrund.: Notiz: die Klage des kanadischen BNK-Konzerns gegen das Schiefergas-Suchverbot in Nordhessen zeigt, dass das Thema wieder aktueller ist denn je, da es versäumt wurde, durch eine Änderung des Bergrechts dem Fracking allgemein einen Riegel vorzuschieben. 2.Gasland: Ein Film über Fracking in den USA und was es anrichtet: http://videos.arte.tv/de/videos/gasland--7578292.html und 3. Eine Petition, mit der wir Fracking in Deutschland verhindern möchten, es ist nur ein Anfang, ein Schritt, weitere sind wichtig und notwendig. https://www.openpetition.de/petition/kontakt/korbacher-erklaerung-der-buergerinitiativen-gegen-fracking-deutschland »

von eulenfeder am 01.08.2013

«bravo ! vehement und in allen details richtig angeklagt ! für den profit und wählerstimmen ( in diesem fall ) ein irreparabler todesstoss für mutter erde, unfassbar wie pervers dumm der mensch ist.»

von Karin Kahlbrandt am 09.09.2013

«Wenn ich mir den Wahlkampf so ansehe, gehe ich von keinen grossen Veränderungen in der nächsten Regierung aus. Mit Fracking-Phantasien muss man weiter rechnen, der Widerstand muss weiter gehen! Dies hier ist eine Petition des Umweltinstituts München: http://umweltinstitut.org/energie--klima/allgemeines-energie--klima/fracking-verbieten-1092.html»


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