Beitrag vom 18.04.2013

Ist die Megacity Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung?

Unsere »Stadt Leben«-Ausgabe (Nr.16) ist noch gar nicht so alt, da kündigt arteTV für den kommenden Sonntagabend eine vielversprechende Sendung zum Thema Natur und Megacity an: »Naturopolis – New York, die grüne Revolution« geht der Frage nach, warum offenbar der Artenreichtum zugleich mit dem Wachstum von Städten zunimmt. Der Dokumentarfilm beobachtet zum einen, wie es der Natur, die im Zuge der Urbanisierung verdrängt oder gar zerstört wurde, gelingen konnte, die Stadt zurückzuerobern. Und zum anderen befragt er die Menschen, die mitten im Herzen der Stadt ausschließlich für die Natur leben. In der Ankündigung heißt es ferner: »Warum können Städte nur überleben, wenn sie einen neuen Pakt mit der Umwelt schließen und im Rahmen der grünen Revolution die Natur akzeptieren? Die Natur wird zu einem gesamtgesellschaftlichen Projekt …« – und die großen Städte gleichen bald doch noch grünen Technik-Utopien? »Es wird eine Niedrigenergiestadt mit begrünten Dächern und Passivgebäuden sein, in der vertikale Landwirtschaft und Bionik fester Bestandteil des Alltags sind. Die neuen Besiedelungsmodelle unseres Planeten sehen zudem große grüne Korridore vor, in denen sich die Tier- und Pflanzenwelt ungehindert ausbreiten kann. Sind diese Vorstellungen eine reine Utopie?«
Man darf gespannt sein!


Nachtrag: Die sehenswerte Doku kann hier auf YouTube angesehen werden.

geschrieben von Jochen Schilk
am 18.04.2013

2 Kommentare

von Boris Schneider am 19.04.2013

«Gut, dass ich die Sendung nicht verpasst habe :) Danke für den tollen Tipp. Ich kann euch auch eine Doku über den Central Park empfehlen, wo viele Arten von Vögeln kurzzeitig Rast machen. Man nennt es auch den Central Park Effect. Weiß aber nicht, wie die Doku heißt. LG Boris http://docdia.de/»

von Jonas am 24.05.2013

«Megastädte sind völlig unhaltbar: je grösser die Stadt, desto unhaltbarer: warum gibt es da draussen auf dem Land keine Artenvielfalt mehr? Weil industrielle Landwirtschaft für die auf kleinen Punkten konzentrierte Bevölkerung der Mega-, Gross- und Mittel-Städte betrieben wird. Und weil die ganzen Städte gebaut und unterhalten werden müssen und mit Konsumartikeln versorgt werden. Megacities könnten nie auch nur annähernd einen ökologischen Fussabdruck von 1 erreichen: sie sind strukturell nicht nachhaltig und werden irgendwann wieder absterben. Sie werden auch dann nicht überleben, wenn sie Dächer begrünen oder Naturschutzgebiete einrichten: Nachhaltigkeit bzw. Selbstversorgung mit wirklich kurzen Wegen braucht viel Fläche, da reichen keine Balkone und auch nicht symbolische Community Gardens. Megacities sind eine Ursache des Übels, nicht die Lösung. »


Kommentar schreiben




Bitte helfen Sie uns zu verhindern, dass die Kommentarfunktion von Spam-Software missbraucht wird und lösen folgende kleine Rechenaufgabe:


drei minus zwei =