Beitrag vom 18.03.2013

Der Topf ist voll!

Mit dem 18. März endet die Crowdfunding-Aktion von Oya auf Startnext als voller Erfolg: Die anvisierten 3000 Euro für die Entwicklung zweier Gartengeräte, die für Gemeinschaftsgärten, Gärtnerei- und Selbstversorgungs-Projekte aller Art nützlich sein sollen, sind tatsächlich zusammengekommen! Das Projekt hat 145 Fans und 87 Unterstützer, die zusammen mit genau 100 Spenden 3053 Euro aufgetrieben haben. Ganz herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen werden! Vor einer Woche fehlten noch 1000 Euro, aber mit vereinten Kräften sind sie tatsächlich in den letzten Tagen zusammengekommen. 

Die Entwicklung eines »Bodenfuttertopfs« und einer handbetriebenen Frischsaftpresse kann also beginnen. Ralf Otterpohl von der TU Hamburg-Harburg wird zusammen mit Maschinenbau-Studenten eine Entwicklungs-Gruppe gründen. Aber nicht nur Studierende können mitmachen: Wer interessiert ist, sich an der Entwicklung zu beteiligen, kann gerne mit Ralf Otterpohl per E-Mail Kontakt aufnehmen.

Was hat es nun mit dem Bodenfuttertopf auf sich? Erfunden hat sein Prinzip der Permakultur-Pionier Herwig Pommeresche, der in Norwegen aus kargem Boden hochfruchtbare Erde macht. Und zwar so: Was normalerweise auf den Komposthaufen wandert, häckselt er klein und siebt die Flüssigkeit ab, die als Dünger gegossen oder als Jauche angesetzt werden kann. Der Tockene Anteil kann richtig dosiert ebenfalls direkt in den Boden als »Direktfutter« für  Milliarden Bakterien eingebracht werden, und Bakterien sind bekanntlich das Lieblingsessen der Pflanzen. 

Das zweite Gerät ist eine Frischsaftpresse. Sie schnetzelt Obst und Beeren in einen Sack, damit der Saft aus dem Fruchtmus frisch gepresst werden kann. In einem Gemeinschaftsgarten Fallobst pressen - das ist eine festliche Aktion für den Herbst, die das Mundräubern an Obstbaum-Alleen, die niemand abernet, umso lohnender macht.

Professor Ralf Otterpohl, Spezialist für ökologische Sanitation, Terra Preta und Bodenfruchtbarkeit, wird Prototypen für beide Geräte  veröffentlichen. DerenBaupläne werden dann unter einer Copyleft-Lizenz ins Internet gestellt, so dass eine normal ausgestattete Werkstatt sie nachbauen kann. Dieses Konzept, Pläne für eine Technik des guten Lebens in die Wissensallmende einzubringen, wird auch »Open Source Ecology« genannt: Erfindungen sollten sich nicht daran orientieren, was vermarktbar ist, sondern daran, was für Mensch und Natur wirklich nützlich ist.

Wir freuen uns sehr, dass unser erstes Experiment mit Open Source Ecology beginnen kann! Über den Fortschritt der Entwicklungsarbeit werden wir auf diesem Blog informieren. Nochmals ganz vielen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer und an alle Fans, die geholfen haben, dass wir wirklich in die Realisierungsphase gehen können!

Hier im Anhang befindet sich die Sendung als Dokument zum Nachlesen.

die_sinnlichkeit_der_natur.doc

Lara Mallien

geschrieben von Lara Mallien
am 18.03.2013

7 Kommentare

von Sylvia B. am 19.03.2013

«Herzlichen Glückwunsch! Hat das Daumendrücken doch geholfen... :-)»

von Initiative 'Soziales Dorf' am 19.03.2013

«Hallo & Glückwunsch, Ökosoziales bzw. solidarisches Crowdfunding ist ein guter neuer Weg zu sozialem Wandel. Aber auch einer, der in Deutschland noch recht mühsam ist. Ein guter Schritt nach vorn ist euer erfolgreich abgeschlossenes Projekt, ähnlich wie das des Prinzessinnengartens in Berlin vor Kurzem erst. Gruss Detlef Müller, Minden»

von amberlight-label.blogspot.com am 20.03.2013

«Ich freue mich sehr, dass meine Euronen damit gut investiert sind und nicht wieder zu mir zurückwandern. Spannend war es ja bis zum Schluss ....»

von Andreas F. am 11.04.2013

«Es begeistert mich sehr, dass auf diesem Weg so ein Projekt zustande kommt und damit möglichst vielem von Nutzen sein wird.»

von Walter Hempe von Kompost-Tee.de am 03.06.2013

«Jetzt warten wir gespannt auf den Bodenfuttertopf in unserem Kompost-Tee Projekt - die frischen Kräuter immer mit dem Mixer zu schreddern ist bei grösseren Mengen eher suboptimal. Grüsse Walter»

von André Bujok am 22.02.2015

«Hallo, das ist eine interessante Sache, aber wie ist es denn weitergegangen? Wir sind interessiert: www.erfinder-hamburg.de »

von Lukas_GartenWerkStadtHalle am 17.06.2015

«Hi, mich würde auch der Stand der Dinge brenndend interessieren. VG»


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