Beitrag vom 12.01.2013

Bodenfuttertopf und Saftpresse finanzieren

Inzwischen hat die Finanzierungsphase von unserem Low-Tech-Entwicklungsprojekt in der Oya 18 angefangen. In kurzer Zeit hatte das Projekt auf Startnext über 50 Fans, und dann kann es losgehen. Ganz herzlichen Dank an alle, die diesen ersten Schritt ermöglicht haben. Jetzt bleiben 65 Tage, um 3000 Euro Materialkosten zu sammeln für die Entwicklung zweier nützlicher Gartengeräte.

Das erste ist der Bodenfuttertopf: Erfunden hat sein Prinzip der Permakultur-Pionier Herwig Pommeresche, der in Norwegen aus kargem Boden hochfruchtbare Erde macht. Und zwar so: Was normalerweise auf den Komposthaufen wandert, häckselt er klein und setzt es als Jauche an, so dass sich darin Milliarden Bakterien bilden, das Lieblingsessen der Pflanzen. Verbunden mit der Entwicklung eines handbetriebenen Häckslers wird auch das Verfahren, mit welchen Mengen und Zeiten das ideale Pflanzenfutter entsteht, Teil der Forschungsarbeit sein.

Das zweite Gerät ist eine Frischsaftpresse. Sie schnetzelt Obst und Beeren in einen Sack, damit der Saft aus dem Fruchtmus frisch gepresst werden kann. In einem Gemeinschaftsgarten Fallobst pressen - das ist eine festliche Aktion für den Herbst, die das Mundräubern an Obstbaum-Alleen, die niemand abernet, umso lohnender macht.

Professor Ralf Otterpohl, Spezialist für ökologische Sanitation, Terra Preta und Bodenfruchtbarkeit, wird zusammen mit Studierenden an der TU Hamburg Prototypen und Pläne für einen Bodenfuttertopf und eine Frischsaftpresse veröffentlichen. Nicht, um daraus ein marktfähiges Produkt zu machen, sondern um die Pläne lizenzfrei zu veröffentlichen, so dass eine normal ausgestattete Werkstatt sie nachbauen kann. Dieses Konzept, Pläne für eine Technik des guten Lebens in die Wissensallmende zu geben, wird auch »Open Source Ecology« genannt: Erfindungen sollten sich nicht daran orientieren, was vermarktbar ist, sondern daran, was für Mensch und Natur wirklich nützlich ist. Das Wissen darüber soll frei verfügbar sein.

Für die Entwicklung werden ca. 3000 Euro Materialkosten benötigt. Ab jetzt ist es möglich, zu spenden. Wir freuen uns über alle kleinen und großen Beträge, und wir freuen uns auch sehr, wenn Sie der Link http://www.startnext.de/bodenfuttertopf-und-saftpresse weiter verbreitet wird – auf Blogs, in Newslettern, sozialen Netzen oder durch das immer noch beste Kommunikationsmittel: Ein erfreuliches Gespräch.

Vielen Dank!

Lara Mallien

geschrieben von Lara Mallien
am 12.01.2013

3 Kommentare

von Cathleen am 15.03.2014

«Hallo liebe Oya, mit Begeisterung habe ich diesen Artikel gelesen. Die Finanzierung hat geklappt. Wie ist der aktuelle Stand der Entwicklung? Ich bin sehr gespannt darauf!»

von Felix Krauß am 09.05.2015

«Hallo liebe Oya, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet? Gab es weitere Entwicklungen? liebe Grüße»

von Silke.Helfrich@gmx.de am 05.06.2015

«ja, kann mich Felix anschließen. Ich wüsste auch gern, was daraus geworden ist. Lieber Gruß Silke »


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