Beitrag vom 29.05.2012

Oya und Berg.Link im Deutschlandfunk

Oya ist erfreulicherweise wieder einmal in einer Radiosendung vorgestellt worden, in einem Beitrag des Journalisten Thomas Klatt zusammen mit dem Magazin »Berg.Link« vom Prenzlauer Berg über ökosoziale Stadtteil-Projekte. In dieser Sendung stand die Frage im Fokus, wie es kleinen, aus Überzeugung gemachten Magazinen überhaupt gelingt, im »hart umkämpften« Zeitschriftenmarkt zu existieren. Beide Redaktionen machen deutlich, dass es ihnen nicht an erster Stelle um höchstmögliche Auflagen, sondern um die Verbreitung von ermutigenden, praktischen Projekten für einen gesellschaftlichen Wandel geht –  einen Wandel, der die Konsumkultur radikal in Frage stellt. Wir wollen nicht grünen Konsum als Weltrettungs-Strategie predigen, denn dann müssten wir ein geschöntes, Anzeigen-kompatibles Konsumprodukt herstellen.
Thomas Klatt war erfreulicherweise die hohe journalistische Qualität von Oya und Berg.Link aufgefallen, und so hat er die Zeitschriften dem Medienökonomen Klaus Beck von der Freien Universität Berlin gezeigt. »Guter Print-Journalismus liegt im Trend« meint Beck. Gerade gut gemachte Magazine mit ernsthaftem Anliegen, die jenseits von iPad-Hektik ein ernsthaftes Lesevergnügen im gemütlichen Straßencafé böten, kämen einem Bedürfnis vieler Leserinnen und Leser entgegen.
Bei seinem Besuch in der Oya-Redaktion im Dorf Klein Jasedow nahe der Insel Usedom haben wir uns zwei Stunden intensiv mit Thomas Klatt ausgetauscht. Davon sind naturgemäß nur Spuren in die Sendung gelangt, aber in der Einführung des Rundfunksprechers wird das Dorf mit seinen vielen künstlerischen und sozialen Projekten kurz beschrieben. Dabei ist von einer »Oya-Lebensgemeinschaft« im Ort die Rede. Das allerdings ist ein Missverständnis, denn eine Oya-Gemeinschaft gibt es in diesem Sinn nicht. Klein Jasedow ist zwar unter anderem Heimat einer Mehrgenerationen-Großfamilie, zu der auch die Oya-Redakteurinnen Lara Mallien und Anke Caspar-Jürgens, Redakteur Matthias Fersterer sowie Herausgeber Johannes Heimrath gehören. Ansonsten aber ist das Team der Oya-Redaktion über ganz Deutschland verstreut: Im Allgäu, in Dresden, in Heckenbeck bei Hannover, in der Altmark im Ökodorf Sieben Linden, in Cottbus und in Greifswald leben weitere Redakteurinnen und Redakteure. Im Büro von Klein Jasedow laufen nur rein technisch die Fäden zusammen, hier wird die Zeitschrift hergestellt und der Leserservice betreut. Tatsächlich betreibt die Klein Jasedower Großfamilie noch viele andere Projekte. Wer mehr darüber wissen möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite www.zukunftswerk-kleinjasedow.de.
Von dieser kleinen Ungenauigkeit abgesehen, freuen wir uns freilich sehr über die Präsentation zusammen mit Berg.Link und haben uns vorgenommen, diese engagierte Berliner Redaktion, mit der wir schon einen Anzeigenaustausch pflegen, demnächst persönlich kennenzulernen.
Im übrigen sind solche Beiträge im Rundfunk Gold wert. Wer immer die Möglichkeit hat, eine Rundfunkredaktion darauf anzusprechen, Oya z.B. in einem Live-Interview vorzustellen, möge das bitte tun. Das wäre eine große Hilfe, denn Oya lebt nach wie vor davon, dass man darüber spricht. Ein Werbebudget hat die genossenschaftlich ohne Bank-Geld finanzierte Zeitschrift (noch) nicht.
Die Audio-Datei der Sendung kann man auf der Webseite des Deutschlandfunks nachhören.

Johannes Heimrath

geschrieben von Johannes Heimrath
am 29.05.2012

1 Kommentar

von Katharina Wyss am 01.06.2012

«Aus all diesen Gründen sind wir stolz, dass Ihr im Doppelpack Medienpartner unseres lokal-fairen Workshoptages FAIR CAMP in Berlin seit. Auf eine lange und gute Zusammenarbeit :–), herzliche Grüße, heute von der KarmaKonsum Konferenz»


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