Beitrag vom 02.02.2012

Stiftung „FuturZwei“: Mutmacher für Nachhaltigkeitsanwärter

Wir werden die Welt ermutigt haben! Das zumindest wünscht sich der Sozialpsychologe Harald Welzer für seine neu gegründete Stiftung „FuturZwei“, die am 1. Februar mit ihrer erfrischend ungewöhnlichen Internetseite ans öffentliche Licht getreten ist.

Mit dem Internetauftritt der Stiftung startet ein Versuch, der täglichen Flut von desillusionierenden Katastrophenmeldungen positive Geschichten entgegenzusetzen. Statt Krisen verkündender Live-Ticker setzt „FuturZwei“ auf Erzählungen von Menschen, die mit positivem Beispiel vorangehen und zum nachhaltigen Handeln ermutigen. „Argumente für die Entmutigung gibt es schon genug“, sagte Harald Welzer bei der Vorstellung seiner Stiftung im Berliner Instituto Cervantes am 1. Februar. „Trotzdem haben wir aber alle einen Handlungsspielraum für eine nachhaltigere Gesellschaft. Daran möchten wir mit unseren Geschichten erinnern.“

Zu finden sind diese Erzählungen von Menschen und Projekten auf einer aufwendig gestalteten, wenn auch zugegebenermaßen nicht ganz "hürdenfreien" Internetseite. Doch Letzteres gehört zum Programm – der potentielle Zukunftsgestalter soll sich schließlich auch etwas angestrengt haben, ehe er sein Ziel erreicht. Das humorvoll anmutende Design zeigt schnell, wie „FuturZwei“ die Seite nicht verstanden haben möchte: Nämlich weder als einen an das schlechte Gewissen appellierenden erhobenen Zeigefinger, noch als einen Kampfesruf nach einem Feldzug für eine bessere Welt.

Wer das Gefühl hat, das Thema Nachhaltigkeit verlange ihm allzu oft komplexe Denkprozesse über globale Wirtschaftszusammenhänge ab, dem wird futurzwei.org mit Sicherheit eine wohltuende  Abwechslung verschaffen. Als Kooperationspartner hat auch Oya ermutigende Geschichten beigetragen. Vielleicht werden Sie ja inspiriert worden sein?

geschrieben von Elena Rupp
am 02.02.2012

4 Kommentare

von Cpt_Riesling am 05.02.2012

«Stiftung FuturZwei, ein sicherlich interessantes Projekt, aber warum wird nirgends dargestellt wessen Kapital die Zukunft nachhaltig gestalten will? Ich fände eine offensive Bekanntgabe vertrauensfördernd ... »

von Bilderschreibtisch_oya am 07.02.2012

«Hallo Elena! wir haben uns gar nicht mehr verabschiedet, schade! Schön dass du bei uns in der Redaktion mitgemacht und mitgestaltet hast! Viele Grüße, M.»

von E.R. am 07.02.2012

«@ Cpt_Riesling: Mit herzlichem Dank an den Hinweis hier die fehlende Info: Das Projekt „FuturZwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit“ wird ausschließlich von Dipl. rer. pol. Dieter Paulmann und Hanna Paulmann finanziert. Das Darmstädter Ehepaar hat als Gründungsstifter und Hauptförderer unter anderem bereits das „Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung“ unterstützt. Eine Entschuldigung an alle Leser für die Informationslücke! »

von E.R. am 07.02.2012

«@ M: Schön dich kennen gelernt zu haben, und hoffentlich auf bald? Ich bin gespannt auf Oya Nr. 13 und drücke euch für die Produktion fest die Daumen! »


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