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Die Schönheit der Dinge

Ein Gedicht von Robinson Jeffers

erschienen in 42/2016

Bild

© Foto: shutterstock / fajne obrazki

The Beauty of Things

To feel and speak the astonishing beauty of things — earth, stone and water,
Beast, man and woman, sun, moon and stars —
The blood-shot beauty of human nature, its thoughts, frenzies and passions,
And unhuman nature its towering reality —
For man’s half dream; man, you might say, is nature dreaming, but rock
And water and sky are constant — to feel
Greatly, and understand greatly, and express greatly, the natural
Beauty, is the sole business of poetry.
The rest’s diversion: those holy or noble sentiments, the intricate ideas,
The love, lust, longing: reasons, but not the reason.

Robinson Jeffers

 

Die Schönheit der Dinge
Sie zu spüren und zu benennen: die staunenswerte Schönheit der Dinge – Erde, Stein und Wasser,
Tier, Mann und Weib, Sonne, Mond und Sterne –,
die bluterfüllte Schönheit der menschlichen Natur, ihre Einfälle, Ekstasen, ihren Eifer,
und die himmelhohe Wirklichkeit der nicht-menschlichen Natur –
denn der Mensch ist halb Traum; der Mensch, könnte man sagen, ist träumende Natur, aber Fels
und Wasser und Himmel sind unbedingt da – sie zu spüren,
ganz außerordentlich, sie zu verstehen, ganz außerordentlich, und zum Ausdruck zu bringen, ganz außerordentlich, sie, die natürliche
Schönheit, ist die alleinige Aufgabe der Poesie.
Der Rest ist Ablenkung: ›heilige‹ oder ›edle‹ Empfindungen, raffinierte Ideen,
Liebe, Lust und Sehnen: Gründe – doch nicht der Grund.