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Gemeinschaft mit den Nachbarn

Ein Schnellkurs fürs Verbindungs-Weben mit Menschen
jeglicher Art im alltäglichen Leben.

von Elke Loepthin , erschienen in 38/2016

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Für die meisten von uns ist und bleibt es eine Tatsache: Um uns herum sind weder intakte Großfamilien noch tragfähige Gemeinschaften. Viele Menschen fühlen sich einsam, manche spüren eine Sehnsucht nach gemeinschaftlichen Wohnverhältnissen. Einige Visionäre behaupten sogar, dass die Überwindung des isolierten und anonymen Lebens in fragmentierten Gesellschaften die Welt enkeltauglich mache – doch selbst wenn wir alle dafür bereit wären, könnten doch nicht Milliarden Erdenbürger in Ökodörfer und Gemeinschaftsprojekte umziehen.
Was bleibt, ist zum einen die Möglichkeit, auf gemeinsamen Prinzipien basierende, regionale Gemeinschaftsnetzwerke aufzubauen. Man kann aber auch mit dem beginnen, was sozusagen direkt vor der Nase liegt, sogar im Fall von Strom-, Internet- und Telefonausfall, bei Bahnstreiks, platten Reifen oder verlegten Haustürschlüsseln, mitten in der Nacht oder an einem verschlafenen Sonntagmorgen – den Nachbarn!
Wie eine Umfrage der TU Darmstadt ermittelte, kennt heute jeder zweite Mieter seine Nachbarn nicht. Die meisten der anonym Wohnenden bekümmert dies wenig: Nur etwa ein Drittel der Befragten bekundete, sich einen engeren Kontakt zu wünschen. Doch ganz glücklich scheinen wir damit eben nicht zu sein: Eine Untersuchung zur Häufigkeit von Einsamkeitsgefühlen in Deutschland besagt, dass sich 20 Prozent der Studienteilnehmer »leicht«, 23 Prozent »mittel« und 20 Prozent »stark einsam« fühlen.

Was hindert uns?
Vielleicht sind es Faktoren wie die rasant gewachsenen Mobilitäts- und Tele­kommunikationsmöglichkeiten sowie die Einführung von immer perfekteren Fremdversorgungsstrukturen, die diese Einsam­keitsepidemie hervorgerufen haben. Nachbarn sind schlicht nicht mehr aufein­ander angewiesen. Es gibt kaum etwas zu tauschen und zu »organisieren«, seit Bau- und Supermärkte vor allem in den Städten Gemüsebeet, Wecktöpfe und »Vitamin B« überflüssig werden ließen.
Dazu kommt die Einwohnerwanderung: Allein im Jahr 2007 sind in Deutschland 12,1 Prozent aller Haushalte umgezogen. Der damit einhergehende Bruch in der Verbindung zu Nachbarn und Umfeld wirkt sich aus: Laut Jon Young, einem US-amerikanischen Experten für Verbindungskultur, kann die Trennung von vertrauten Menschen und Orten gerade in Kindern und Jugendlichen tiefe Verletzungen hervorrufen. In der Folge mag die Angst vor erneutem Verlust uns unbewusst davon abhalten, neue Verbindungen einzugehen.
Was mich persönlich oft bremst, in Kontakt mit Unbekannten zu treten, ist die Angst davor, irgendeine schmerzhafte Erfahrung zu machen. Es fällt mir schwer, Menschen zu vertrauen, bei denen ich nicht weiß, ob wir wenigstens ein paar ähnliche Werte teilen. Der Angstforscher Borwin Bandelow sagt über das Überwinden von Fremdenangst: »Wer Angst vor Hunden hat, muss mit Hunden spazieren gehen. Wer Angst vor Fahrstühlen hat, muss Fahrstuhl fahren. Nach hundert Versuchen ist klar: Es passiert nichts. Genauso ist das, wenn man mehr Kontakt mit Fremden hat.«
Wenn ich erkenne, was hinter meiner Scheu, Verbindung zu meinen Nachbarn aufzunehmen, steht, kann ich einen Kontakt wagen – und dabei bestenfalls einen gemeinsamen Raum entdecken, der jenseits von Ideen und Werten liegt und in dem wir durch unser Menschsein verbunden sind. Wie aber kann ich fremde Menschen an diesen Ort einladen?

Augenkontakt bricht das Eis
Insbesondere in großen Städten gilt das unausgesprochene Gebot, keinen längeren Augenkontakt zu halten. Bei einer Studie in Philadelphia und kleineren Ortschaften standen ein junger Mann und eine junge Frau jeweils für zwei Stunden vor der Post. Erfasst wurde, wie oft jemand Augenkontakt zu ­ihnen aufnahm oder sie grüßte. Während dies in der Kleinstadt bis zu 80 Prozent der Vorbeigehenden taten, verhielten sich in der Großstadt oft nur 10 Prozent der Passanten so. An einer Universität in Arizona wurde erforscht, wie sich längerer Augenkontakt, verbunden mit Lächeln, auf unser Gegenüber auswirkt. Leute, die auf ihrem Weg einer Studentin begegneten, die sie anschaute und lächelte, fühlten sich anschließend allgemein stärker mit Menschen verbunden, als dies bei der Vergleichsgruppe der Fall war.

Ins Gespräch kommen
Eines der wichtigsten Verbindungs­medien ist freilich die Sprache. Mit Plaudern über Wetter oder Haustiere kann ich Fremden gegenüber das Eis brechen. Sogar solche oberflächlichen Kontakte können sich auf unser Wohlbefinden auswirken.
Viele Probanden einer Studie in Chica­go schätzten ihre Aufgabe im Vorfeld als unangenehm ein: Sie sollten in der Bahn ein Gespräch mit der Person anfangen, die sich neben sie setzte. Die meisten waren ­sicher, dass auch ihr Gegenüber sich nur mit Unbehagen auf den Kommunikationsversuch einlassen würde. Im Ergebnis wurden ­jedoch sämtliche Gespräche als erfreulich bewertet. Die Menschen wurden durch den Austausch füreinander sichtbarer. In einem Wartezimmer wurde die Erfahrung für alle Anwesenden positiver, wenn ein Teilnehmender der Studie dabei war und ein Gespräch mit jemand anderem anfing.

Etwas von sich zeigen
Komplimente bzw. der Ausdruck von Wertschätzung sind besonders geeignet, um sogar in kurzen Gesprächen Verbindung zu schaffen. Hilfreich ist dabei, keine pauschalen Urteile wie: »Sie sind toll!« zu verkünden. Dies kreiert oft Erwartungsdruck beim anderen und damit eher ein Gefühl der Trennung. Marshall Rosenberg, Begründer der gewaltfreien Kommunikation, empfiehlt stattdessen drei Elemente für ein verbindungsförderndes Kompliment. Erstens: genau beschreiben, was mein Gegenüber getan hat; Beispiel: »Danke, dass Sie meinen Sohn gestern angelächelt haben!« Zweitens: ausdrücken, welches Gefühl dadurch in mir entstanden ist; etwa: »Darüber habe ich mich gefreut.« Drittens: mitteilen, welches meiner Bedürfnisse durch das Verhalten des anderen erfüllt wurde; Beispiel: »… weil es mir wichtig ist, dass er persönlichen Kontakt mit Menschen in Ihrem Alter hat, und ich denke, dass er von Ihrer Lebens­erfahrung viel lernen kann.«
Mit dieser Art von Wertschätzung kann ich dem Gegenüber seine eigenen Qualitäten spiegeln, was bestärkend wirkt. Gleichzeitig verstecke ich mich nicht hinter einer – noch so positiven – Bewertung des anderen, sondern gebe von mir selbst preis, was mir wichtig ist. Damit mache ich mich verletzlich. Beides ist ein Geschenk für den anderen wie für mich; ein Samenkorn von Verbindung wird gepflanzt.

Mit »Geschenken« Türen öffnen
Vielen stressgeplagten Zeitgenossen mag es gerade noch fehlen, wenn der Nachbar plötzlich irgendetwas von ihnen will. Doch ich kann viel gewinnen, wenn ich mich selbst fürs Geben entscheide. Ein Autorenteam um den Psychologen Van Tongeren fand heraus, dass selbstloses Helfen unser Wohlbefinden entscheidend stärken kann. Es gehe dabei nicht so sehr um eine genussbetonte Art des Wohlfühlens, sondern vor allem um das befriedigende Gefühl, dass das eigene Leben einen Sinn hat.
Freunde von mir haben nach einem Umzug eine zeitlang sonntagmorgens Brötchen gebacken und persönlich bei allen Nachbarn verteilt. Diese Geste bereitete einen Boden für gegenseitigen Austausch, der von allen als Bereicherung empfunden wurde. Doch nicht nur durch unser Tun können wir teilen, sondern auch, indem wir unseren Besitz zur Verfügung stellen. Matthew Bibeau von der Bürgerinitiative »City Repair« in Portland sagt: »Indem wir die anderen von allem, was wir privat besitzen, ausschließen, berauben wir uns selbst der Möglichkeit für genau die Art von Verbindungen, nach denen wir eigentlich so sehr hungern.« Meiner Erfahrung nach können beispielsweise Gartenwerkzeuge leicht gemeinsam genutzt werden.
Manchmal dauert es, bis jemand Gaben von Herzen annehmen kann. Die aus Westafrika stammende Buchautorin Sobonfu Somé erzählt, wie sie in ihrem amerikanischen Wohnort Sacramento immer wieder einer älteren Dame die Einkaufstaschen nach Hause getragen habe. Viele Male habe die Frau eher mürrisch und sogar misstrauisch reagiert, doch mit den Monaten sei allmählich eine Beziehung entstanden. Am Ende habe die alte Dame sie in ihre Wohnung zum Tee eingeladen – mit viel Zeit für persönlichen Austausch.

Das Wundermittel
Matthew Bibeau zufolge ist das Teilen von Essen der wohl meistunterschätzte und erfolgreichste Weg zum Knüpfen von Verbindungen. Das Gefühl, nicht wirklich zueinander zu passen, könne beim gemeinsamen Essen so weit in den Hintergrund treten, dass die auf bloßen Annahmen basierenden gegenseitigen Vorurteile einem tatsächlichen Austausch weichen. Die Einladung zum Essen oder zu einer Tasse Tee schaffe einen entspannteren Rahmen, als dies beim Gespräch im Hausflur oder über den Zaun hinweg möglich sei, und über den geteilten Genuss ließen sich weitere gemeinsame Interessen leichter finden. Auch tiefergehende, persönlichere Fragen könnten Teil eines solchen Gesprächs werden.

Mit Fragen eine tiefere Verbindung schaffen
Psychologen der University of New York haben einen Gesprächsleitfaden mit 36 Fragen entwickelt, mit denen sich experimentell zwischenmenschliche Nähe erzeugen lässt. Ein Geheimnis sei dabei der allmählich wachsende Grad an Intimität im Austausch über persönliche Themen, die wir sonst kaum mit unseren engsten Bezugspersonen besprechen, geschweige denn mit Fremden. (Die Liste lässt sich unter dem Stichwort »36 Fragen« googeln.) Matthew Bibeau schlägt als wichtige Frage unter Nachbarn vor: »Was könnte das Leben hier für uns alle schöner machen, und wie könnten wir das zusammen (er-)schaffen?«

Um Hilfe bitten, Unterstützung annehmen
Einer Studie zufolge erlebten fast 90 Prozent der vom Hochwasser im Jahr 2013 betroffenen Einwohner Sachsen-Anhalts den Zusammenhalt und das Zusammenrücken der Menschen während und nach der Katastrophe als etwas sehr Positives. Sie gaben an, die meiste Unterstützung durch Freunde, Verwandte, Nachbarn und Menschen vor Ort erfahren zu haben, kaum durch gemeinnützige Organisationen und die Behörden.
Im Alltag kann es ein kleiner Notfall sein, sich selbst aus der eigenen Wohnung ausgesperrt zu haben oder beim Kuchenbacken festzustellen, dass keine Eier mehr im Kühlschrank sind. Doch um Hilfe zu bitten, fällt vielen Menschen schwer. Sobonfu Somé erklärt: »Wir glauben unbewusst, wir würden uns dadurch dem Schenkenden gegenüber verschulden.« In Somés Herkunftskultur, dem westafrikanischen Volk der Dagara, wird dagegen das Annehmen einer Gabe sogar als ein Geschenk für den Gebenden verstanden. Die Chicagoer Beraterin Nora Klaver drückt es so aus: »Um Hilfe zu bitten, stillt nicht nur meine Bedürfnisse, sondern – was viel wichtiger ist – es bietet mir die Möglichkeit, mich von der Seele eines anderen Menschen berühren zu lassen.« Zur Erleichterung des Um-Hilfe-Bittens empfiehlt Klaver, zunächst das Bedürfnis so präzise wie möglich für sich selbst zu benennen und gleichzeitig innerlich zu bekräftigen, der Hilfe wirklich wert zu sein. Zudem rät sie, sich dreimal zu bedanken: Wenn der andere dir seine Hilfe zusichert, wenn du die Hilfeleistung empfangen hast und wenn du dem anderen das nächste Mal begegnest.

Verbindung zum Platz
Was wir mit unseren Nachbarn in ­jedem Fall gemeinsam haben, ist der Lebensort. Jon Young ging oft mit seinen Kindern auf der Straße spazieren, und wenn er seine Nachbarn sah, erzählte er von seinen Tierbeobachtungen im Garten und stellte Fragen zu den Vögeln und Pflanzen in deren Gärten. Auf diese Weise erschloss er ein weites Feld für Gespräche und gemeinsame Neugier. Wo sind in diesem Jahr die Nester? Sind die Wanderdrosseln vom letzten Jahr schon wieder da? Natur ist ein Gesprächsthema, das nicht langweilig wird und das nicht nur auf dem Land funktioniert: Selbst in Städten lassen sich Vogelnester in Wandnischen und Hofbäumen entdecken und Katzen- oder Steinmarderspuren auf Windschutzscheiben finden.

Gemeinsames Tun
Vor zwanzig Jahren entschlossen sich Mark Lakeman und ein paar Nachbarn, gemeinsam die Kreuzung zwischen ihren Häusern in Portland, Oregon bunt zu bemalen. Statt zum möglichst schnellen Durchfahren lud sie nun zum Innehalten ein. Die jährliche Erneuerung des Gemäldes wurde bald zu einem Fest des Begegnens und die Idee quer durch die Stadt von anderen aufgegriffen – »City Repair« war geboren, eine Bürgerinitiative, die seither Hunderte von selbstgestalteten Verbesserungsmaßnahmen durch Nachbarschaften erfunden und ausgeführt hat, beispielsweise Selbstbedienungs-Tee-Küchen, Leihbibliotheken oder Mini-Spielplätze.
An meinem früheren Wohnort hat schon das Aufstellen einer einzigen, im Sperrmüll gefundenen Bank im Vorgarten den Raum für viele nachbarschaftliche Gespräche in der Nachmittagssonne eröffnet. Ein selbstgemachter Sandkasten hinter dem Haus brachte Familien einander näher; an einer gemeinsamen Feuerstelle wurden Kontakte bei Würstchen und Bier intensiviert – bald waren alle Nachbarn jeweils bei den Festen der anderen willkommen.

Gemeinsam Feste feiern
Ein privates Straßenfest bietet die Chance, gemeinsam mit vielen Nachbarn etwas Schönes zu erschaffen. Beim »Netzwerk Nachbarschaft« kann man im Internet viele Tipps zur Planung und Vorbereitung solcher Feste finden. Jon Young empfiehlt, den Feiern eine Verbindung zur Natur zu geben – beispielsweise ein Erdbeer­fest gemeinsam zu feiern, weil dies gleichzeitig auch ein Verwurzeln der entstehenden Gemeinschaft in der mehr-als-menschlichen Welt ermöglicht. Wichtig sei, dass alle eingeladen werden, betont Matthew Bibeau, denn allzu schnell könne ein Nicht-gefragt-werden zu Widerstand führen. Fühle ich mich einbezogen, bin ich eher geneigt, einer Sache wohlwollend ­gegenüberzustehen – selbst wenn ich keine Zeit habe, mich aktiv einzubringen.

Zeit finden – für die Kinder!
Verbindungen zu pflegen, braucht Zeit und Aufmerksamkeit und mag im Vergleich mit den anderen Aufgaben des täglichen Lebens als entbehrlicher Luxus erscheinen. Wenn jedoch Kinder da sind, die mit wachsendem Lebensalter beständig mehr Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen, die sie willkommen heißen und fördern, benötigen, wird daraus eine Notwendigkeit. Nicola Schmidt, Autorin von »Artgerecht – Das andere Babybuch« sagt: »Wenn das erste Kind geboren ist, merken viele Eltern: Es braucht tatsächlich ein Dorf, um ein Kind großzuziehen. Das ist nur logisch: Wir Menschen haben unsere Kinder immer in Gruppen großgezogen.« Im Umkehrschluss sind Menschen mit Kindern vermutlich diejenigen Nachbarn, die am ehesten dafür bereit sind, auf meine Versuche des Verbindung-Webens zu antworten.

Die Rolle der Verbindungs-Weber
Das Beispiel in Portland zeigt, wie eine kleine Initiative eine Gegend entscheidend verändern kann. Noch vor der kleinen Gruppe steht oft ein einzelner Mensch mit Vision und Tatendrang. Solche Art Führungskraft bedeutet vor allem, Menschen zusammenzubringen und einen partizipativen Rahmen für Gespräche zu halten. Dies ermöglicht Zugehörigkeit, und die Menschen können herausfinden, was sie gemeinsam schaffen wollen.
Wer sich isoliert fühlt, dem empfehle ich, sich zuerst eine Art sicheren Hafen zum Lernen zu suchen. Jon Young beschreibt, dass das Ermöglichen von Gemeinschaft leichter gelingt, wenn Menschen bereits ein Grundgefühl von Verwurzelung mitbringen. Das könne auch eine starke Verbindung zu weiter entfernt lebenden Menschen sein, die wie haltgebende ­Anker wirken, wenn wir uns in unbekannte sozia­le Zusammenhänge vorwagen. Viele Organisationen bieten Seminare und Weiterbildungen rund um Gemeinschaftsbildung, Kreiskultur oder Naturverbindung an, wo zukünftige Verbindungs-Weberinnen in einem gehaltenen Rahmen Grundlagen und Methoden erlernen, sich austauschen und für die Arbeit am Lebensort stärken können.
Wie heißt es in einem ungarischen Sprichwort? »Kein Mensch ist so reich, dass er nicht einen Nachbarn braucht.« •


Elke Loepthien (35) ist Leiterin vom Circlewise Zentrum für Verbindungskultur. Dort strickt sie Bildungs-Erlebnisse, die dazu ermächtigen, durch Verbundenheit mit Natur und Menschen die eigene Führungskraft in die Welt zu bringen.

Verbindungskultur lernen:
www.sobonfu.com
www.artgerecht.de
www.circlewise.org
www.8shields.org
www.cityrepair.org
www.nachbarn-in-kontakt.de

http://www.netzwerk-nachbarschaft.net