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Kompass für nützliche Dinge

Technik fällt nicht vom Himmel, sondern entsteht aus sozialen ­Zusammenhängen: Sie lässt sich konvivial gestalten.

von Andrea Vetter , erschienen in 24/2014

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»Milchkaffee, entkoffeiniert bitte!« Die Verkäuferin schaut irritiert, sortiert die Fertig-Tabs, die sie in ihren Automaten pressen muss. »Das gibt es hier leider nicht«, sagt sie, »entkoffeiniert haben wir nur als Kaffee ohne Milch«. Ich schlage ihr vor, die Kapsel mit dem entkoffeinierten Kaffee zu verwenden und anschließend Milch dazuzugießen. Ihre Miene hellt sich auf – sie ist eine sehr freundliche und zuvorkommende Verkäuferin: »Ja, das könnte klappen!« Um die korrekte Buchung für diesen Kaffee in die Computerkasse eingeben zu können, muss sie kurz den Chef konsultieren. Als sie mir schließlich stolz die fertige Tasse überreicht, ist sie ganz erschöpft: »Na, das war ja was!«
Die Verkäuferin hatte tatsächlich eine Kulturtechnik verlernt: wie man aus Kaffee und Milch einen Milchkaffee zubereitet. Dafür kann sie perfekt den Kaffeevollautomaten bedienen; sie weiß, wo man rütteln muss, wenn er Mucken macht. Und sie kann anhand der Farben der Aluminium-Verpackungen der Tabs in Sekundenschnelle unterscheiden, ob sich darin gepresster Latte macchiato oder Espresso versteckt.
Menschen kommen nicht mit Wissen über Techniken auf die Welt, sie müssen es sich bewusst oder unbewusst aneignen. Technik ist immer auch Kulturtechnik, und technische Geräte und Infrastrukturen sind stets nur so weit nützlich, wie die Menschen die Kulturtechnik ihrer Nutzung und Wartung beherrschen.
Ein technisches Gerät ist zudem stets in ein Netzwerk von anderen Dingen und Menschen eingebettet – der Kaffeevollautomat wäre ohne Stromkabel und elektrisches Netz genauso funktionsunfähig wie ohne einen Menschen, der ihn bedient. Doch Menschen – und manchmal auch Maschinen – sind kreativ und die soziotechnischen Netzwerke so vielfältig wie ihre Teile, so dass sie auch Nutzungsweisen hervorbringen, an die bei ihrem Entwurf niemand gedacht hat. Wenn sein Bedienelement durchgeschmort ist, wird dem Kaffeeautomaten in meiner Bäckerei unter einem hübschen Tischtuch vielleicht ein zweites Leben als Beistelltischchen vergönnt sein.

Eine moralische Frage
Die Form der gegenwärtigen technikbezogenen Gesellschaft macht uns von unbekannten, weit enfernten Menschen und komplexen hierarchischen Strukturen abhängig. Die Verkäuferin kann weder selbst einen vernünftigen Kaffee herstellen noch den Kaffeevollautomaten im Fall des Falles reparieren. Der Kaffee selbst wird in Ecuador angebaut, die Aluminiumdose entspringt einem Bauxitbergwerk in Indien, und die Hülle des Pads besteht aus gentechnisch veränderter US-Baumwolle. Damit ist noch kein Wort über die verbauten Materialien im Kaffeeautomaten verloren, seine elektronische Steuerungseinheit, die Chips und auf ihm die seltenen Metalle. Nicht zu vergessen der Strom aus der Steckdose (wo und wie wird der denn erzeugt?), der das Gerät durch ein Kabel versorgt.
An dieser Stelle wird es moralisch: Was für eine Welt mit welcher Technik würden wir uns denn wünschen? Welche Materialien sind es uns wert, dass dafür Menschen ihr Leben unter Tage zubringen – und es so manches Mal auch an den Berg verlieren? Was rechtfertigt die Transportkosten und die Emissionen, die bei der weltweiten Verschiffung der Automatenteile anfallen? Wofür wollen wir Strom verbrauchen – und wofür nicht?

Dann lieber ohne Technik?
Wenn die herrschende Technik abhängig macht, dann ist es vielleicht besser, unabhängig zu sein. Es ist ein alter Traum der gegenkulturellen Traditionslinien: der einzelne Mann im Wald, der wie Henry David Thoreau asketisch und mit minimalem ökologischen Fußabdruck sein autarkes, fast technikfreies Leben fristet. Dieser einsame Held ist eine Spielart des westlichen Männlichkeitsbilds, das Selbstbestimmung und Selbstbeherrschung zur Norm erhoben hat. Doch dieses Denkmuster bricht nicht aus der Fixierung auf technische Machbarkeit aus. Es schlägt keine sozialen Ideen vor, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern, sei es durch gemeinschaftliche Zusammenschlüsse, das Teilen von Gütern oder eine gerechte Verteilung von Arbeit. Dieses Denken bleibt in der Idee gefangen, dass Wege aus einer Welt der Abhängigkeiten nicht in einer sozialen Neuorganisation liegen könnten, sondern technisch sein müssten – genau wie die Vertreterinnen und Vertreter der ökologischen Modernisierung gerne von »technischen Innovationen« als Wunderwaffe gegen den Klimawandel, gegen Ungerechtigkeit und Armut, gegen Hunger, Bodenerosion und Rohstofferschöpfung sprechen. Smartphone und Geoengineering gegen Pfeil und Bogen: Dieser Gegensatz führt nicht weiter, denn der elementaren Frage, wie eine zukunftsfähige Technik beschaffen sein könne oder müsse, geht eine ganz andere Frage vor: Auf welche Weise wollen wir eigentlich leben? Für welche Pro­bleme brauchen wir in einer enkeltauglichen Welt eine »innovative« technische Lösung, und welche Dinge lassen sich besser nicht-technisch, also durch soziale Innovationen lösen? Darauf gibt es keine normativen Antworten. Die Lösungen finden sich nur durch gesellschaftliche Aushandlungsprozesse.

Leitbild konviviale Technik
Der Sozialphilosoph Ivan Illich hat in den 1970er Jahren über solche Fragestellungen nachgedacht und dabei das Leitbild der Konvivialität, des »gemeinschaftlich Miteinander-Lebens«, entworfen: »Konvivial, oder lebensgerecht, ist jene Gesellschaft, in der der Mensch das Werkzeug durch politische Prozesse kontrolliert«, schrieb er in seinem Buch »Selbstbegrenzung«. Konvivialität, so ­Illich, bedeutet Autonomie im Angewiesensein auf seinen Nächsten. Auch ein Werkzeug selbst kann als »konvivial« bezeichnet werden, denn in ein technisches Gerät sind soziale Prozesse eingeschrieben – genauso, wie es wiederum selbst soziale Prozesse auslöst. Ein Gerät oder eine Infrastruktur sprechen zu uns. Sie legen bestimmte Umgangsweisen nahe. Solange an der Konstruktion einer neuen technischen Struktur gearbeitet wird, ist sie offen. Danach wird sie zur »Black Box«, bleibt unsichtbar im Inneren eines Geräts versteckt. Über konviviale Technik nachzudenken, heißt, sehen zu lernen, Dinge sichtbar zu machen, sie in Frage zu stellen.

Derzeit gehen technische Erfindungen vor allem von großen Unternehmen aus, die neue Absatzmärkte suchen. Sie fragen nicht nach Wünschen oder Notwendigkeiten. Dank der Technikkritik und der gesellschaftlichen Kämpfe der 1960er bis 80er Jahre für eine »sanfte« oder »angepasste« Technik existiert heute immerhin die Technikfolgenabschätzung. Eine konviviale Technik dagegen wird nicht für einen Markt, sondern ausgehend von den konkreten Wünschen von Menschen an einem bestimmten Ort gemeinschaftlich entwickelt und aufrechterhalten.
Tatsächlich gibt es aktuell schon einige Ansätze, auf eine solche Weise zu arbeiten – Projekte, in denen Menschen und Gemeinschaften außerhalb von Unternehmen und staatlichen Forschungseinrichtungen ihre eigenen Geräte entwickeln.
Stellen Sie sich vor, eine Bäuerin benötige einen neuen Traktor. Was tut sie? Sie lädt den Bauplan aus dem Internet, schaut sich ein paar Videos an und schreibt in ein Forum, dass ab nächstem Freitag um 10 Uhr bei ihr auf dem Hof gewerkelt wird, lädt noch ein paar bastelbegeisterte Nachbarinnen ein – und los geht’s! Gemeinsam sichtet die bunt zusammengewürfelte Gruppe die auf dem Hof noch vorhandenen Materialien, vor allem das Altmetall, und nach einer Woche steht der neue Brummi. Mit dabei waren auch zwei, die Kommunikationswissenschaft studieren und die Videos vom Bau und vor allem Abwandlungen der Baupläne wieder ins Netz stellen – als Gemeingut, bereit für die nächsten Bauwilligen. Science-Fiction? Nein, solche Pläne und Baupraktiken existieren bereits in ersten Ansätzen. Das Prinzip – Oya-Lesern bereits aus der Ausgabe 20 bekannt – nennt sich »Peer-Produktion«.
Bis jede Bäuerin so eine Traktorbau-Party zusammenrufen kann, dürfte es jedoch noch ein bisschen dauern. Peer-Produktion kommt aus der Softwareentwicklung und wird im materiellen Bereich vor allem für Hardware eingesetzt. Von sich aus ökologisch ist sie nicht. Manche Pioniere träumen davon, dass sich Menschen bald ihr eigenes Handy zu Hause ausdrucken können. Am immer weiter wachsenden Rohstoffbedarf würde das nichts ändern, aber Peer-Produktion realisiert ein anderes soziales Muster als eine profitorientierte Firma. So stellen die offenen Lizenzen der Baupläne sicher, dass die Nutzer die Geräte selbst reparieren können. Zudem wirken viele Designerinnen und Designer daran mit, die Geräte langlebig, einfach, robust und modular zu gestalten.
Ein anderer Bereich ist der Eigenbau in seinen vielfältigen Formen. Prototypisch hierfür ist die Permakultur. Sie setzt auf Lösungen, die an den jeweiligen Ort angepasst sind und von Menschen aus lokal zugänglichen Materialien eigenständig oder in Gemeinschaft gebaut werden. Allerdings hat dieser Ansatz auch Grenzen: Lastenfahrräder lassen sich so noch herstellen – aber wäre es wünschenswert, statt motorisierter Krankenwagen Krankenräder zu haben? Oder wieder von Hand zu waschen, statt mit der Maschine?
An diesen Beispielen zeigt sich deutlich, dass die Frage nach veränderten Nutzungskonzepten von Technik eine genauso große Rolle spielt wie die Frage nach ihrer Beschaffenheit. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in einer Gesellschaft mit extrem vielen bereits vorhandenen Geräten leben. Würden alle ökologisch bewussten Menschen diese durch neue und »nachhaltigere« ersetzen, würden sie einen großen Müllberg produzieren. Bezogen auf die Waschmaschine könnte das zum Beispiel heißen: Ein konvivialer Umgang mit dem Waschen in einer europäischen Großstadt wäre, pro Mietshaus eine gemeinsame Waschküche mit einigen langlebigen, reparaturfähigen Industrie-Waschmaschinen, möglichst aus recycling- oder upcyclingfähigem Material, einzurichten.
Grundlegender Wandel im technischen Bereich vollzieht sich notwendigerweise langsam, weil er an Infrastrukturen gebunden ist, die auf große Zeithorizonte zielen und sehr kapitalintensiv sind. Eine konviviale Technik wäre eine, die sich bei der Nutzung dieser Infrastruktur um ein Vielfaches achtsamer gegenüber lokalen Bedürfnissen zeigte – eine, die aus einem authentischen Dialog zwischen Gruppen mit verschiedenen realen Bedürfnissen entsteht.

Ein Vorschlag für einen Kompass
lllichs Idee von der Konvivialität könnte zu einer Art Kompass für eine lebensfreundliche, gemeinschaftliche Technik werden. Ein solcher Kompass könnte ein Diskursfeld darüber eröffnen, welche Technik eine Gesellschaft jenseits von Technikbesessenheit und Wachstumsfixierung bereithalten soll. Diese Diskussion müsste in der Ingenieurs­ausbildung und in der politischen Bildungsarbeit ebenso stattfinden wie zwischen Menschen, die selbst an emanzipatorischer Technik in kleinen Projekten arbeiten und sich fragen, was sie da eigentlich tun. Ich schlage hierfür einen konkreten Kompass vor: die »Blume der konvivialen Technik«. Sie hat fünf Dimensionen – fünf Blütenblätter – und drei unterschiedliche Ebenen, auf denen wir im Rahmen des jeweiligen Blütenblatts über ein technisches Gerät, zum Beispiel über einen Kaffeevollautomaten oder ein Auto, sprechen können. Da ist erstens die Ebene der Infrastruktur: Ein Auto braucht Straßen und Tankstellen für Öl oder Strom. Das stellt bestimmte Ansprüche an großräumige (National-)Staaten, eine solche Infrastruktur zu finanzieren und zu überwachen. Zweitens gibt es die Ebene der Herstellung: Ein Auto benötigt große Mengen an Kunststoff, Stahl und Aluminium, einen Motor, Elektronik – all das wird in spezialisierten Fabriken hergestellt. Drittens gibt es noch die Ebene der Nutzung des Geräts: Ein Auto muss gewartet und repariert, gefahren und betankt werden; es bietet Menschen die Möglichkeit, sich individuell weit fortzubewegen, ist dabei sehr gefährlich und fordert jährlich viele Verletzte und Tote. Diese Ebenen gilt es, im Kopf zu behalten, wenn über lebensfreundliche Technik gesprochen wird.

Unterwegs in fünf Dimensionen
Die fünf Dimensionen als Blütenblätter einer »Blume der konvivialen Technik« sind keinesfalls vollständig, sondern lediglich ein Vorschlag, um gemeinsam präziser über Vor- und Nachteile bestimmter Techniken sprechen zu können. Die hier zu jeder Dimension angebotenen Fragen sind nur Beispiele. In der direkten Arbeit lassen sich sicherlich weitere finden.
Beziehungsfähigkeit: Fördert ein Gerät Konkurrenz oder Kooperation? Verbindet oder trennt es Menschen? Ist es vielfältig einsetzbar? Bedarfsorientiert? Ist es netzwerkbasiert oder nur monetär vermittelt? Welche Hierarchien erfordert es? Ist es einseitig gerichtet oder wechselseitig nutzbar?
Gerechtigkeit: Was würde passieren, wenn alle Menschen auf der Welt diese Technik hätten? Ist sie geschlechtergerecht, für Männer und Frauen gleichermaßen nutzbar? Ist sie einfach zu erlernen? Wie kann das Wissen zur Herstellung oder Nutzung erworben werden – kostet es Geld, muss man einer bestimmten Elite angehören? Ist die Technik patentiert oder offen zugänglich? Wo ist sie offen zugänglich? Wer hat Zugang zu diesen Orten?
Autonomie: Macht das Gerät abhängig von Experten? Ist es einfach zu reparieren, oder ist der Verschleiß eingebaut? Kostet es viel Geld? Ist es anschlussfähig oder nicht erweiterbar? Ist es für den lokal angepassten Gebrauch einfach veränderbar? Ist es autonom nutzbar oder infrastrukturell gebunden? Ist es zeitsparend oder zeitaufwendig – für wen und auf welcher Ebene?
Gesundheit: Fördert eine Technik die Gesundheit, oder führt sie zu Krankheit und Tod vieler Menschen? Macht sie die Erde fruchtbarer, das Wasser und die Luft sauberer – oder vergiftet sie sie? Sorgt sie für den Erhalt von Tierarten, oder rottet sie Arten aus? Ist ihre Funktionsweise bekannt, oder birgt sie nicht erforschte Risiken?
Ressourcenintensität: Funktioniert das Gerät effizient? Sind seine Materialien nachwachsend? Ist es multifunktional oder eindimensional? Nutzt es lokale Rohstoffe? Ist es recyclingfähig? Nutzt es natürliche Funktionsweisen, oder arbeitet es gegen sie? Benötigt es für den Betrieb erneuerbare Energien wie Wind- oder Solarkraft, Muskelkraft von Mensch und Tier oder fossile Energieträger?
Das Bild, das durch einen solchen Blumen-Kompass entsteht, ist komplex und nicht eindeutig. Aber es kann helfen, sich – ­alleine, in einer Gruppe oder als Gesellschaft – am Beispiel einer Technik neue Gedanken darüber zu machen, was wir für eine Postwachstumsgesellschaft wirklich brauchen. Wünschen wir uns zum Beispiel Hochtechnologie in der Medizin, die heute auf einer globalen Industrie basiert? Die wenigste Technik ist an sich gut oder schlecht – es geht vielmehr darum, die menschlichen und ökologischen Kosten sorgfältig zu betrachten und eine selbstbestimmte politische Entscheidung über das Werkzeug im Illich­schen Sinn zu treffen. Das Leitbild der Konvivialität anstelle von Profitorientierung würde unsere Welt sicherlich anders aussehen lassen. Doch um dorthin zu gelangen, brauchen wir zunächst eine breite gesellschaftliche Debatte. Ebenso ist wichtig, wahnwitzige technische Projekte wie Großstaudämme, Fracking, Geoengineering oder unsinnige Tiefbahnhöfe aktiv und gemeinschaftlich zu verhindern, denn mit Infrastrukturen werden Tatsachen geschaffen.
Was bedeutet das für meinen Kaffee? Es bedeutet wahrscheinlich, Getreidekaffee zu trinken – mit Hafermilch. Dafür brauche ich überhaupt keinen Automaten, sondern nur einen Herd, einen Topf und ein bisschen heißes Wasser. Und das birgt viele Chancen für ein gutes Leben: Getreidekaffee macht bekanntlich nicht so wach wie Bohnenkaffee, also ist es sinnvoll, eine Stunde länger zu schlafen – eine Stunde weniger in einem öden Büro zuzubringen oder in die olle Flimmerkiste zu starren. Oder mehr Solidarität: Ich bringe meine kleine Tochter zu meinem Nachbarn und halte, statt Bohnenkaffee zu trinken, in der Zeit einen Mittagsschlaf. Mehr Ruhe, mehr Gelassenheit – Konvivialität schmeckt gut! •

Andrea Vetter (32) schreibt ihre Doktorarbeit in Europäischer Ethnologie zu konvivialer Technik. Für eine Postwachstumsgesellschaft setzt sie sich bei Attac und in der Vorbereitung der 4. International Degrowth Conference in Leipzig ein. http://konvivialetechnologien.blogsport.de

Konvivial weiterlesen und Projekte besuchen:
www.p2pfoundation.net
www.opensourceecology.org/wiki/LifeTrac
www.cat.org.uk
www.sunseed.org.uk
Literatur:
• Ivan Illich: Selbstbegrenzung. Eine politische Kritik der Technik. Rowohlt, 1975
• Otto Ullrich: Weltniveau. In der Sackgasse des Industriesystems. Rotbuch, 1979

 

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