Was heißt Oya?

»Oya« – das klingt erstmal schön, es ist kurz, ungewöhnlich und wirkt einprägsam auf dem Titelblatt. Und das Überraschende ist: In vielen Sprachen bedeuten die drei Buchstaben viele schöne Dinge:

Im Glauben der nigerianischen Yoruba ist Oyá die Göttin der Transformation. Sie fegt als »Wind des Wandels« über veraltete Strukturen hinweg und lässt dort, wo Ungerechtigkeit und Unterdrückung herrschen, keinen Stein auf dem anderen. Dabei ist sie stets der Wahrheit und Gerechtigkeit verpflichtet.

Über die Macumba-Religion gelangte die Göttin Oyá auch in die Neue Welt, in Brasilien nennt man sie Orisha.

Im Japanischen bezeichnet oya das Prinzip der Elternschaft (Vater, Mutter, der Elternteil, die Eltern), und japanische Shin-Buddhisten wenden sich mit der Anrede oya-sama ehrfurchtsvoll an Amida, den behütenden und nährenden Vater-Mutter-Aspekt Buddhas. Als oya-ishi wird ein in der nordjapanischen Region Kanto abgebauter, feuerfester Vulkantuff bezeichnet.

Im Türkischen bedeutet oya »Veilchen« sowie »Zierspitze« oder »Borte«. Außerdem ist Oya ein türkischer Mädchenname.

In der Sprache der nordamerikanischen Miwok-Indianer ist oya (= »herbeirufen« oder »der bzw. die von der Zwergschnepfe spricht«) ebenfalls ein Name für Jungen und Mädchen, und bei den Maidu-Indianern bezeichnet óya eine medizinkundige Person, die im übertragenen Sinn das »Gift« aus dem Körper eines Kranken saugt.

Im Norwegischen heißt øya »Insel«, und auch im Singhalesischen hat oya mit Wasser zu tun, dort bedeutet es »Wasserlauf« (etwa der sri-lankische Gal Oya).

Es gibt weitere schöne Bedeutungen in anderen Sprachen – liegt es an dem freundlichen Klang von Oya, dass dieses Wort immer etwas Lebensbejahendes transportiert? Für uns jedenfalls ist es Programm: In der Zeitschrift Oya geht es um Menschen, Projekte und Bewegungen, die sich dem Leben und der Lebendigkeit zuwenden.

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Alles, was wir füreinander tun, ist prinzipiell unbezahlbar – ganz egal, ob es im Rahmen eines Handels oder Geschenks geschieht. Mit der unendlichen Oyra können Sie nun Ihre nicht in Zahlen ausdrückbare Freude über Unbezahlbares dokumentieren. Und unser Reichtum wird immer »unendlicher«, je länger dieser Schein in Umlauf bleibt …